Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Weihnachtsmarkt: Weniger Stände, mehr Platz

Der Stern leuchtet in diesem Jahr wieder über dem Weihnachtsmarkt. Die Buden konnten etwas lockerer aufgestellt werden.
Der Stern leuchtet in diesem Jahr wieder über dem Weihnachtsmarkt. Die Buden konnten etwas lockerer aufgestellt werden.

Der Aufbau der Buden läuft. Der Frankenthaler Weihnachtsmarkt startet am 22. November – mit Maskenpflicht. Ob sich noch etwas an den Bedingungen ändert, ist offen. Die Devise bei den Beschickern und im Rathaus: Die Infektionslage genau beobachten und dann – sofern notwendig – darauf reagieren.

Karl-Heinz Herr redet nicht lange drumherum: Nach der Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr hätte eine weitere Absage des Weihnachtsmarkts 2021 bedeutet, dass einige der Betriebe, die zumeist seit Jahren als Beschicker dabei sind und vielfach aus Frankenthal selbst stammen, das wirtschaftlich nicht überlebt hätten. Herr erinnert als Vertreter der Schausteller bei einem Pressegespräch im Rathaus an die Anfänge vor 50 Jahren: „Wir sind da alle mit Herzblut dabei.“

Trotzdem – es gibt Risiken: Das Wetter muss mitspielen. Die ganz große Euphorie vor der Großveranstaltung will in allererster Linie natürlich wegen der Corona-Pandemie noch nicht aufkommen. Sie ist auch der Grund, warum einige der Beschicker nur mit einem Stand auf dem Rathausplatz vertreten sein werden. Er habe das Glück, mit Stammpersonal aus Frankenthal arbeiten zu können, berichtet Imbissstand-Betreiber Herr. Andere hätten es durchaus schwer, gute Leute zu bekommen – zumal, wenn es um mehrere Stände geht.

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Aktionsbuden integriert

Dass einige Absagen zu verzeichnen waren, hat in anderer Hinsicht auch Vorteile: Es gibt mehr Platz auf dem Platz. Und der wurde dafür genutzt, um die Buden so zu gruppieren, dass auch die früher um den Rathausbrunnen aufgebauten Aktionsstände mit ihrem wechselnden Angebot integriert werden konnten, erklärt die neue zweite Marktmeisterin Antonia Matejcek. „Die sind damit sehr viel besser im Geschehen drin“, sagt ihr Kollege Klaus Junski.

Alle Beteiligten halten sich mit Prognosen, wie denn wohl die Resonanz bei den Frankenthalern und darüber hinaus ausfallen wird, ziemlich zurück. Karl-Heinz Herr rechnet mit einer gewissen Zurückhaltung, obwohl er auch schon positive Rückmeldungen von Stammkunden bekommen hat. Dass wegen der strengeren Corona-Regeln, die beispielsweise für die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg gelten, die Nachbarn in Scharen in die Pfalz strömen, glaubt er nicht. „Die gehen dann eher nach Landau oder Speyer“, nimmt er an.

Auf Programm verzichtet

So ganz ohne Einschränkungen, wie zuletzt gehofft, wird es aber auch beim Frankenthaler Weihnachtsmarkt nicht abgehen: Die Stadtverwaltung wird, wie Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) erläutert, eine Allgemeinverfügung erlassen, die für Weihnachts- und Wochenmarkt eine Maskenpflicht vorsieht – insbesondere dort, wo der Sicherheitsabstand nicht einzuhalten sei. Dies sei – Stand: diese Woche – die einzige Maßnahme, die seitens der Stadt ohne Einvernehmen mit dem Land verhängt werden könne, sagt André Schreiber vom Fachbereich Ordnung und Umwelt.

Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung in Rheinland-Pfalz gilt bis Sonntag, 28. November. Was danach kommt, ist völlig offen. 3G? 2G? Karl-Heinz Herr sieht das pragmatisch: „Ein Zaun ist schnell aufgestellt.“ Aber auch in anderer Hinsicht ist das Konzept des Markts schon ein anderes als in den Jahren vor der Pandemie: Eine Bühne mit Programm gibt es ebenso wenig wie eine offizielle Eröffnung – alles Vorsichtsmaßnahmen, um größeres Gedränge zu vermeiden. Darauf werde auch geachtet, wenn am 6. Dezember der Nikolaus auf dem Rathausplatz vorbeischaut.

Rathaus wird beleuchtet

Ansonsten werden die Zutaten des Weihnachtsmarkts dieselben sein wie gewohnt: Es gibt Glühwein in vielen Varianten, Süßigkeitenstände und Herzhaftes von Bratwurst bis Handbrot sowie Kunsthandwerk. Hinterm Rathaus steht ein Karussell, und schon seit Anfang November in Betrieb ist die Eisbahn in der Erkenbertruine. Außerdem verwandelt sich das Rathaus ab 1. Dezember in 24 Schritten zu einem beleuchteten Adventskalender.

Noch Fragen?

Weihnachtsmarkt Frankenthal von Montag, 22. November, bis Mittwoch, 29. Dezember, jeweils 11 bis 21 Uhr. Die Buden sind an Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen.

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