Frankenthal Was alles am Trainer nagt

Durchgesetzt: Dirmsteins Tim Kröhler (vorne) lässt Fatih Sezgin (VfR Frankenthal) stehen.
Durchgesetzt: Dirmsteins Tim Kröhler (vorne) lässt Fatih Sezgin (VfR Frankenthal) stehen.

«DIRMSTEIN.» Auf Platz sieben steht der TuS Dirmstein zur Winterpause in der Fußball-A-Klasse – wieder. Fast sieht es so aus, als hätten die Kicker aus dem Leiningerland ein Abonnement für diesen Tabellenbereich abgeschlossen. Schon die vergangenen beiden Spielzeiten beendete die Mannschaft mit jeweils 42 Punkten auf Platz sieben beziehungsweise acht. Trainer Oliver Müller wäre in dieser Saison in der Endabrechnung mit einem siebten Platz zufrieden.

19 Punkte hat der TuS derzeit auf dem Konto. Mit dem siebten Platz ist die Mannschaft aufgrund einer Negativserie von sechs Niederlagen in Folge zum Jahresausklang 2017 allerdings noch gut bedient. So gesehen ist die Zielsetzung von Müller verständlich und realistisch. Hinsichtlich des bisherigen Saisonverlaufs ist er mit der derzeitigen Platzierung zufrieden. Punkte könnten seiner Ansicht nach einige mehr auf dem Konto des TuS sein. Dass vom Potenzial her mehr möglich ist, auch das hat die Mannschaft zwischenzeitlich gezeigt, als sie Spitzenreiter ESV Ludwigshafen einen Punkt auf dessen Platz abtrotzte und gegen den gleichen Gegner wenig später im Kreispokal zu Hause nur knapp mit 1:2 verlor. Doch nach vorne wird es schwer sein, Plätze gutzumachen. Punktgleich rangiert zwar die DJK Eppstein auf Rang sechs, doch der SC Bobenheim-Roxheim auf Platz fünf hat schon sechs Punkte Abstand. Von dem Spitzenquartett will Müller gar nicht reden. Zum Vierten, dem VfR Friesenheim, sind es bereits 18 Zähler Differenz. Apropos Friesenheim: Müller ist überrascht, dass der VfR bislang so auftrumpft. Im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga räumt er dem Team aber nur Außenseiterchancen ein. Die Priorität des TuS müsse in den verbleibenden Partien sein, sich nach unten abzusichern, sagt Müller. Auch das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Das Mittelfeld liegt dicht beisammen. Den Sechsten trennen vom 14. gerade einmal vier Punkte. „Da müssen wir aufpassen, nicht noch abzurutschen.“ Nach drei Unentschieden zum Saisonstart kam der TuS Dirmstein in die Gänge, hamsterte Punkte, von denen er gegen Jahresende zehrte, als – wie Müller sagt – der Mannschaft der „Sprit ausging“. Von den letzten sechs Spielen war für Müller nur noch die knappe 0:1-Niederlage beim SC Bobenheim-Roxheim zufriedenstellend. Verwundert ist der Trainer über die Entwicklung nicht. „Die Ursache ist im Prinzip leicht erklärt. Die Trainingsbeteiligung war mäßig: In der Regel waren nur fünf oder sechs Stammspieler da“, hadert der Übungsleiter. Michael Steffes und er würden nun als Trainerteam alles probieren, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. „Wir werden mit den Spielern einzeln sprechen. Wenn wir so weiter machen, bekommen wir in dieser Saison noch Probleme.“ Ein weiteres Manko: Müller fehlt die mannschaftliche Geschlossenheit. Da sieht er andere Teams besser aufgestellt, auch wenn diese seiner Ansicht nach spielerisch mit dem TuS eigentlich nicht mithalten könnten. Dass dies alles am Trainer nagt, zeigt die Ankündigung, dass er nach der Saison eine Auszeit nehmen will. „Ich möchte mindestens ein halbes, möglichst ein ganzes Jahr aussetzen“, sagt Müller. Er werde den Verein nicht wechseln. Ein anderes Engagement schließt er derzeit aus. Er sei schon seit 28 Jahren als Trainer tätig und wolle dies auch in Zukunft sein. Deshalb sei die Pause jetzt nötig. Zugänge sind beim TuS Dirmstein laut Müller in der Winterpause nicht in Sicht. Fehlen werden der Mannschaft Martin Lacher, der in der Rückrunde in Amerika ist, und studienbedingt Florian Töpfl. „Die Qualität wird uns fehlen“, sagt Müller. Auch deshalb müsse der Fokus jetzt darauf liegen, den aktuellen Platz sieben zu verteidigen. Vorbereitungsspiele 4. Februar, 13 Uhr, TuS Niederkirchen – TuS Dirmstein (in Ellerstadt) 6. Februar, 19.30 Uhr, ASV Mörsch – TuS Dirmstein 15. Februar, 19.30 Uhr, SV Studernheim – TuS Dirmstein, 17. Februar, 15 Uhr, ASV Fußgönheim II – TuS Dirmstein 25. Februar, 12 Uhr, VT Frankenthal – TuS Dirmstein

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