Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Vorschlag eines Bürgers: Kommunalpolitik zum Nachhören

Kopfhörer auf und aufmerksam lauschen: Der Frankenthaler Bürger verwies in der Sitzung des Stadtrats auf seine Erfahrung mit Hör
Kopfhörer auf und aufmerksam lauschen: Der Frankenthaler Bürger verwies in der Sitzung des Stadtrats auf seine Erfahrung mit Hörbeiträgen aus dem Internet.

Wer sich für Frankenthaler Politik interessiert, hat zwei Möglichkeiten: Er oder sie kann Sitzungen von Rat und Ausschüssen vor Ort verfolgen. Ergebnisorientiert lässt sich das dort Besprochene auch anhand der Protokolle nachvollziehen. Ein Bürger hatte noch eine Idee: Warum nicht den Mitschnitt zum Nachhören ins Netz stellen?

Begründet hat der Mann seinen in der Fragestunde der Stadtratssitzung vorgestellten Plan ungefähr so: Wenn sich die Gremien treffen, dann meist abends und oft etwas länger. Schwer einzutakten in einen vollen Terminkalender. Außerdem: Bis Protokolle dazu im Netz stünden, vergingen Wochen oder gar Monate. Er informiere sich über das politische Geschehen in Deutschland und der Welt inzwischen über Podcasts – aus dem Internet herunterladbare Hörbeiträge. Diesem Beispiel folgend, könne die Stadt den Mitschnitt der Sitzungen nehmen und zur Verfügung stellen.

Ganz so einfach ist es nicht

So simpel, wie sich der Fragesteller das vorgestellt hatte, ist es – wen wundert’s – natürlich nicht: Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) beschied dem Mann, dass mit einer solchen Praxis der gesamte Rat einverstanden sein und auch dessen Geschäftsordnung geändert werden müsste. Das wiederum müsse eine Fraktion beantragen. Die Vorstellung als solche ist schon putzig: Halb Frankenthal setzt sich abends den Kopfhörer auf und lauscht den Debatten des Rats. Kleiner Kalauer: Schlafprobleme sollten damit erledigt sein. Es gibt aber Alternativen: die gute, alte Tageszeitung. Da steht gar nicht mal so wenig zum kommunalpolitischen Geschehen in der Stadt drin. Und das Ganze inzwischen auch digital – zum Nachlesen.

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