Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Vor der Saison: DJK SW Frankenthal will das Double holen

Der DJK SW Frankenthal sind einige „dicke Fische“ ins Netz gegangen. Die Trainer Andreas Rehm (links) und Tim Graf (rechts) freu
Der DJK SW Frankenthal sind einige »dicke Fische« ins Netz gegangen. Die Trainer Andreas Rehm (links) und Tim Graf (rechts) freuen sich über (von links) Uwe Rebolz, Sven Otto, Orhan Olgun, Florian Braun, Patrick Corell und Marvin Bonomo.

Fußball-A-Klassist DJK Schwarz-Weiss Frankenthal hat seine Netze ausgeworfen und einige „dicke Fische“ an Land gezogen. Spieler, die zuvor in der Bezirksliga aktiv waren. Damit kann das Saisonziel nur Aufstieg lauten. Am Dienstag steht aber erst einmal ein Bonbon auf dem Speiseplan: Verbandspokal. Um 19.30 Uhr gastiert Bezirksligist Ludwigshafener SC an der Frankenstraße.

„Wir wollen in die Bezirksliga aufsteigen“, lässt Trainer Tim Graf keine Zweifel am Saisonziel aufkommen. Aber als Selbstläufer sieht er den Meistertitel nicht. Das sei in dieser Saison eine richtig starke A-Klasse, schließt er sich der Meinung seiner Trainerkollegen an.

Tim Graf sieht in dem Verbandspokalspiel ein „verbessertes Vorbereitungsspiel“. Wobei er seiner Mannschaft durchaus Chancen einräumt, die dritte Runde – in der ersten hatten die Frankenthaler ein Freilos – zu erreichen. „Wir haben eine komplett neue Mannschaft“, verweist Graf darauf, dass diese sich finden muss. In der Vorbereitung seien viele Spieler in Urlaub gewesen, was das Einspielen erschwert habe.

Fünf vom VfR zu Schwarz-Weiss

Den zahlenmäßig größten Fischzug haben die Schwarz-Weißen beim Stadtrivalen VfR Frankenthal gemacht: Patrick Corell, Uwe Rebholz, Marvin Bonomo, Liam Pascal Spiegel und Florian Braun sind aus dem Ostpark an die Frankenstraße gewechselt. Erfahrene Spieler wie Corell und Rebholz sollen die Garanten für den angestrebten Aufstieg sein. Beide bringen Erfahrung für die Abwehr mit. Dieser Mannschaftsteil wackelte in der Vorsaison am meisten.

Corell wurde gleich zum Kapitän. „Das haben alle akzeptiert. Patrick ist ein Vorbild, gibt auch im Training immer 100 Prozent, ärgert sich auch da über jeden Fehlschuss“, schwärmt Graf. Neutral betrachtet gibt es im Tor mit dem Zugang von Bonomo ein Überangebot. Vier Torhüter streiten sich um den Platz zwischen den Pfosten. Die zweite Mannschaft brauche ja auch Torleute, meint Graf. Und es sei klar vereinbart: Wer sich weigere, in der Reserve zu kicken, der komme auch in der „Ersten“ nicht zum Einsatz.

Erfahrung ins Team geholt

Schwarz-Weiss habe sich jetzt die Erfahrung ins Team geholt, die in der vergangenen Saison gefehlt habe. Neben Corell sei Uwe Rebholz der Top-Transfer. Der könne in der Spieleröffnung geniale Diagonalpässe spielen, schwärmt Graf. Der dritte im Bunde der erfahrenen Neuzugänge ist Orhan Olgun (31, vom SV Schauernheim). Sven Otto (33), der ebenfalls aus Schauernheim kam, habe noch taktische Defizite aufzuarbeiten.

Vorne zeigte in der Vorbereitung Stürmer Alessio Giganti, dass er in einer guten Form ist. Offensiv haben sich die Schwarz-Weißen mit Giuseppe Moncada (vom Bezirksligisten FV Freinsheim), der auf dem Flügel gerne seine Dribbelkünste zeigt, und Liam Pascal Spiegel verstärkt. Moncada sei erst kürzlich zu Schwarz-Weiß gestoßen, Spiegel habe verletzungsbedingt noch etwas Rückstand, sagt Graf.

Spielmacher gesucht

Doch nach einer finalen, zentralen Lösung sucht Graf noch. „Beim Spielmacher haben wir schon einiges ausprobiert, aber noch nicht die ideale Lösung gefunden“, meint der Coach. Ob es Florian Braun, Daniele Balena, Dominik Frank oder Jens Korpis wird? Oder vielleicht doch noch ein anderer Spieler? Korpis sei ein sehr flexibler Spieler, der mächtig Fortschritte gemacht habe, lobt Graf. Dann sind da aber noch die Weber-Brüder, Michael und Dennis. Wenn alles gut läuft, hat das Trainerteam der Schwarz-Weißen in dieser Saison die Qual der Wahl, und der Chefcoach muss wohl die Spieler, die nicht jeden Spieltag zum Zug kommen, bei Laune halten. „Wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt“, freut sich Graf.

Zum Start in die Saison steht erst einmal ein Ludwigshafen-Block auf dem Programm. Nach dem Spiel gegen den LSC muss Schwarz-Weiss zum Auftakt zu Croatia Ludwigshafen (Sonntag, 15 Uhr). Dann stehen die Begegnungen gegen den KSV Amed Ludwigshafen, beim FC Arminia Ludwigshafen II an. Am 3. September kommt es an der Frankenstraße zum ersten Derby gegen Absteiger SC Bobenheim-Roxheim mit Maximilian Haltenberger, der die Schwarz-Weißen verlassen hat.

Den SC zählt Graf zu den Konkurrenten im Aufstiegskampf, ebenso wie den zweiten Absteiger ASV Maxdorf und die DJK Eppstein. Deswegen hofft Graf auf einen guten Start in die Saison, am besten mit vier Siegen gegen alle Ludwigshafener Mannschaften. Dazwischen kommt es noch zum Duell gegen B-Klassist SV Studernheim im Kreispokal (26. August). Da hat Graf die Mission Titelverteidigung ausgerufen.

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