Frankenthal „Von neuem Schwung gehe ich aus“

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Womit sind Sie denn gerade beschäftigt, Herr Pfarrer Mühl? Was ist denn noch zu tun für den Kirchentag?

Aktuell beschäftigt bin ich mit dem laufenden Geschäft, das ja nicht durch den Kirchentag vernachlässigt werden kann. Ein Trauergespräch steht heute (Freitag) noch an und ein Gespräch mit Messdienern. Speziell für den Kirchentag will ich noch Plakate und Infoblätter für unseren Stand fertigen, die den Weg von unserer ursprünglichen Pfarrei hin zur Pfarreiengemeinschaft St. Ludwig Frankenthal darstellen. Für den Gottesdienst am Sonntag wurde ich zudem noch gebeten, Lektoren zu suchen. Bleibt viel Arbeit an Frankenthal hängen für die Großveranstaltung, oder kümmert sich die Diözese darum? Das meiste, die Hauptorganisation, läuft über Speyer. Morgen (heute, Samstag) kommt das Organisationsteam, das aus sechs bis sieben Personen besteht, zum Aufbau. Um Ton und Bühnentechnik kümmern sich private Dienstleister, die engagiert wurden. Inwieweit waren Sie persönlich in die Vorbereitungen eingebunden? Bei den Vorbereitungstreffen mit den Kirchendienern war ich dabei. Man hat mich auch gebeten, Messdiener zu organisieren. Vor allem habe ich die Kontakte zwischen den Organisatoren der Diözese und den jeweiligen Ansprechpartnern in Frankenthal hergestellt. Waren Sie schon einmal in solch ein kirchliches Großereignis eingebunden? Wir hatten ja erst den ökumenischen Kirchentag vor zwei Jahren hier in Frankenthal. Da war ich vertreten. Aber der Kirchentag am Sonntag wird sicher noch größer. Nun befasst sich ja der Kirchentag nicht nur mit religiösen Fragen, sondern unter dem Motto „Gutes Leben. Für alle!“ auch mit der Lebenswirklichkeit. Es geht um Migrationsprobleme, Produktionsbedingungen, Energieversorgung und Konsum. Wie wichtig sind Ihnen diese Facetten des Kirchentags? Diese Themen sind besonders bedeutend. Wir können uns nicht zurückziehen und auf Internes beschränken. Es ist ganz wichtig, dass wir als Christen diese Fragen anpacken. Themen wie Gerechtigkeit, Kontakte zu Flüchtlingen, die Bewahrung der Umwelt sind direkt verknüpft mit dem Glauben und der Schöpfung. Erwarten Sie sich vom Katholikentag auch neuen Schwung für die Kirche in Frankenthal? Ja, von neuem Schwung gehe ich aus. Die Menschen werden mit vielem in Berührung kommen, das sie dann ins Frankenthaler Gemeindeleben hineintragen können. Und auf was freuen Sie sich persönlich ganz besonders? Ich freue mich auf viele Begegnungen, unter anderem mit Menschen aus meiner Zeit als Jugendseelsorger. Die Kirchenmeile mit den vielen Ständen wird sicher interessant. Gespannt bin ich auf Pirmin Spiegel von Misereor, der bei der Schlussandacht sprechen wird. Er hat wichtige Gedanken und vor allem Visionen. Es soll ein schönes Fest bei möglichst gutem Wetter sein.

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