Fussball
VfR Frankenthal feiert Prestigeerfolg zum Abschluss.
Die Enttäuschung über die verpasste Chance, als Zweiter der A-Klasse Rhein-Pfalz um den Aufstieg in der Bezirksliga spielen zu können, war spürbar, aber auch der Trotz, mit dem der VfR Frankenthal gegen den als Meister bereits feststehenden ESV Ludwigshafen zum Saisonkehraus aufspielte. Lohn war ein 2:1 (2:1)-Sieg über den künftigen Bezirksligisten – ein versöhnlicher Abschluss.
„Leider ging es um nichts mehr, aber die Jungs haben trotzdem alles reingehauen. Wir haben heute gezeigt, dass wir schon eine gute Mannschaft sind, und dass es vielleicht an zwei, drei Spielen gelegen hat, in denen wir halt die nötigen Punkte nicht geholt haben“, kommentierte VfR-Trainer Filippo Graziano die unterhaltsame Partie, die nicht darunter litt, dass alle Tore bereits in der ersten Spielhälfte gefallen waren. Der zweite Durchgang war alles andere als eine Nullnummer.
Torwartpatzer eiskalt ausgenutzt
Das 0:1, das ESV-Torjäger Cedric Adner per Strafstoß in der neunten Spielminute erzielte, schockte die Frankenthaler keineswegs. Es war auf dem Rasenplatz im Ostparkstadion ein Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für den VfR, der in der Abwehr gut stand. Auch die Gäste agierten lange Zeit konzentriert in der Defensive – bis zur 35. Minute, in der Kapitän Jonas Weissheimer mit einem langen Ball Nick Zwetzich mustergültig bediente. Den ersten Schuss des Frankenthalers parierte ESV-Keeper Manuel Letzel noch, beim Nachschuss aber war er machtlos.
Wenig später landete ein Freistoß von Alessio Kulawik an der Querlatte, einen weiteren Freistoß wehrte Letzel mit den Fäusten ab. Beim 2:1 für den VfR Frankenthal stand Letzel fahrlässig Pate, als er zu lasch mit dem Ball umging, der auf so eine Gelegenheit lauernde Bleron Selishta ihm das Spielgerät abluchste und zum 2:1 in Maschen setzte (40.). Nach der Pause spielten beide Mannschaften munter nach vorne und hatten viele Torchancen. In der 50. Minute scheiterte Kulawik einmal mehr mit einem Freistoß an Letzel, in der 62. Minute war VfR-Torwart Max Brechtel bei einer Doppelchance durch Adner und Marco John zur Stelle. Der Frankenthaler Paul Neumann handelte sich in der 83. Minute noch eine Gelb-Rote Karte ein. In der 85. Minute hatte Adner noch zwei Schusschancen, blieb aber in der VfR-Abwehr hängen. Mehr ging für den ESV trotz Überzahl nicht.
Beindersheim erledigt Hausaufgabe
Der VfR Frankenthal schloss damit die Runde auf dem dritten Tabellenplatz ab, mit einem überragenden Torverhältnis von 131:42 und 62 Punkten auf dem Konto. Mit 56 Punkten kam Vatanspor Frankenthal als Tabellenvierter über die Ziellinie. Die Mannschaft von Giuseppe Porco lieferte sich mit dem gastgebenden MTSV Beindersheim eine nach der Pause vogelwilde Partie, die mit einem 8:4 (2:1)-Sieg der Platzherren endete. Die Mannschaft von Trainer Marc Erbach erledigte im Kampf um den Klassenverbleib damit seine Hausaufgaben, bleibt mit 23 Punkten aber trotzdem auf dem Abstiegsplatz 14 hängen, weil der TuS Altleiningen (24 Punkte) sich mit 3:1 gegen das gastgebende Schlusslicht DJK Eppstein durchsetzte. Eventuell kann der MTSV aber doch in der Liga bleiben, da bereits vor dem letzten Spieltag über mögliche Abmeldungen spekuliert wurde – in der Gerüchteküche brodelt es!
Die restlichen vier Mannschaften aus dem Erscheinungsgebiet dieser Ausgabe finden sich in der Endtabelle im Niemandsland jenseits von Gut und Böse wieder. Fünfter ist der SC Bobenheim-Roxheim (54 Punkte) der sich am letzten Spieltag vom TSV Eppstein – Neunter mit 32 Punkten – mit einem 3:3-Unentschieden trennte und dabei einen Drei-Tore-Rückstand wettmachte. Der aufgrund einiger Abgänge in der Winterpause arg gebeutelte FC Arabia Frankenthal feierte einen 3:2-Heimerfolg gegen den VfR Friesenheim und wurde damit Zehnter mit 31 Punkten. Mit 40 Zählern auf Rang sieben kam der ASV Heßheim, der gegen den Tabellenzweiten SV Ruchheim nach 3:1-Führung noch 3:3 spielte. Mario Montag schoss alle drei Tore für den ASV.