Fussball
VfR Frankenthal bekommt neuen Derbygegner
Meister und damit direkter Aufsteiger wird wahrscheinlich keiner der beiden Rivalen vom Sonntag, da TuS Dirmstein immer mehr der Konkurrenz enteilt. Den zweiten Tabellenplatz könnten sie aber noch realistisch erreichen. Der VfR befindet sich als Tabellendritter und Vatanspor als -fünfter im Verfolgerfeld.
Alte Bekannte
„Wir machen uns noch keine Gedanken darüber, was in zehn Monaten sein wird, sondern denken nur von Woche zu Woche. Wichtig ist deshalb, dass wir gegen Vatanspor die drei Punkte holen“, sagte VfR-Trainer Matteo Randazzo im Vorfeld des Stadtduells. Der Aufsteiger stehe zu Recht auch weit oben. „Vatanspor hat eine erfahrene Mannschaft. Mit einigen ihrer Spieler habe ich auch früher schon zusammengespielt“, begründete er.
Personalprobleme habe er keine. „Einige Spieler haben zwar in dieser Woche krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen können, aber ich gehe davon aus, dass alle am Sonntag dabei sind“, konkretisierte er. Für Ferhat Ellek, den Vorsitzenden von Vatanspor, sei es überraschend gekommen, dass seine erste Mannschaft oben mitmische.
Breite Brust
„Als wir uns vor Saisonbeginn zusammengesetzt haben, war für uns das Ziel, die Klasse zu halten“, teilte er mit. Die erste Saison in der A-Klasse sei auch aus personellen Gründen zunächst schwierig verlaufen. „Wir haben viele türkischstämmige Spieler, die natürlich in den Ferien in der Türkei in Urlaub gewesen sind. Daher konnten wir bisher nie die stärkste Elf aufbieten“, erklärte er.
Die jüngsten Erfolge seien aber das Ergebnis jahrelanger guter Arbeit. „Für viele waren wir zu Saisonbeginn ein Abstiegskandidat. Unser Trainer Ercan Aslan, der aus seiner aktiven Zeit beim FSV Oggersheim Regionalligaerfahrung mitbringt, und Co-Trainer Mehmet Ildiz, der auch höherklassig gespielt hat, ist es aber gelungen, aus unserer Mannschaft eine Einheit zu formen. Dadurch haben wir auch die Derbys gegen Schwarz-Weiß und Bobenheim-Roxheim gewonnen, wodurch wir am Sonntag auch in das beim VfR mit breiter Brust gehen“, ließ er wissen.
Unterbau geschaffen
Auch der Verein befinde sich inzwischen auf einem guten Weg. „Als ich Vatanspor vor sieben Jahren übernommen habe, war es zunächst wichtig, vom Hartplatz, auf dem wir angefangen haben, wegzukommen. Inzwischen haben wir auch vier Jugendmannschaften und damit einen Unterbau“, verkündete er stolz.
Dass er sich in dieser Saison mit dem VfR und Schwarz-Weiß einen Dreikampf um die Rolle als Nummer eins der Innenstadt liefern könne, sei natürlich toll. „Vor einem Jahr hat keiner von uns geglaubt, dass wir mal in einem Punktspiel gegen den VfR I antreten“, blickte er zurück.