Frankenthal Verkehrsbelastung als Ärgernis
Mehrere Kontrollen in Mörsch haben ergeben, dass trotz des Lkw-Durchfahrtsverbots sehr viele Fahrer den Weg durch den Ort nehmen, vor allem von Nord nach Süd. Zusammen mit der Polizei will die Stadtverwaltung nun prüfen, wie man das ändern kann. Damit befasste sich nun auch der Ortsbeirat.
Das hohe Lkw-Aufkommen und auch die Probleme mit „Pkw-Rasern“ hatten den Mörscher Beirat schon mehrfach beschäftigt. Die CDU-Fraktion beantragte nun, ein Lkw-Durchfahrtsverbot „in der Hauptstraße und im Ortskern“ einzurichten. An der Kreuzung Kreuzstraße/Hauptstraße und der Einmündung Petersauer Weg/Hauptstraße sollten dazu entsprechende Verbotsschilder aufgestellt werden. Das geforderte Verbot bestehe bereits, sagte dazu Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU). Radarmessungen, die von März bis Oktober mehrfach im Vorort gemacht wurden, hätten allerdings gezeigt, dass es oft missachtet werde. Bei den Pkw seien die meisten Fahrer nicht deutlich schneller gewesen als erlaubt. Auffällig sei aber gewesen, dass vor allem aus Richtung B9 kommend zahlreiche Lkw den Ort durchfahren. So ergaben die Messungen, dass vom 15. August bis 3. September 13.890 Lkw den Ort von Norden kommend durchquerten, in der Gegenrichtung, also von Frankenthal aus, waren es 2558. Peter Kraus (CDU) zog wegen der schon vorhandenen Beschilderung den Antrag zurück, stellte aber zusammen mit den anderen Ortsbeiratskollegen einen Antrag zu prüfen, wie die Lage verbessert werden kann. Peter Röß (FWG) und auch Frank Odenwälder (SPD) sagten, dass sie regelmäßig suchende Lkw-Fahrer anträfen – darunter einige, die eigentlich zur Petersau wollten und scheinbar vom Navigationsgerät falsch geleitet würden, weil sie den Petersauer Weg (der in Mörsch liegt) eingeben. Knöppel wird eine Prüfung weiterer Möglichkeiten veranlassen. Die SPD-Fraktion wollte wissen, ob die Maßnahmen des Generalentwässerungsplans auf Mörscher Gemarkung abgeschlossen seien. Dies bestätigte Knöppel. In der Gemarkung Edigheimer Schlag (Richtung BASF Gelände) herrschten unverständliche Zustände, reklamierte Harry Hähnel (SPD). Dort würden erhebliche Mengen Styrodur gelagert, obwohl eigentlich eine Kleingewerbeansiedlung dort geplant sei. Ortsvorsteher Adolf-José König (SPD) zitierte dazu die Antworten der Stadtverwaltung. Die Lagerung sei auf weitere Zeit im September 2018 erneut erlaubt worden. Auch die ausgebauten BASF-Pkw-Stellplätze gegenüber der Kläranlage dürften befristet als Wartestation für Lkw und Tankwagen verwendet werden. In diesem Zusammenhang fragte Hähnel auch, ob diese geänderte Nutzung ein Mehraufkommen von Lkw mit sich bringe und in diesem Zusammenhang die Radüberquerung für Rad- und Fußgänger über die B 9 weiterhin gefährlich bleibe. An einer Änderung werde gearbeitet, Anfang 2019 solle ein entsprechendes Konzept für den Rad-Fußgänger-Verkehr vorgelegt werden, antwortete Beigeordneter Knöppel. Außerdem interessierte die SPD, warum die Straße zum Gewerbegebiet Edigheimer Schlag mit einem Wirrwarr von Schildern versehen sei. Diese Beschilderung sei nicht mit der Stadtverwaltung abgesprochen worden, antwortete Knöppel. Wahrscheinlich seien die Schilder durch die BASF aufgestellt worden; das werde man noch klären. Dem Bauantrag auf Errichtung von zwei Einfamilienhäusern mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss in der Rielstraße 24 und 24a stimmte der Ortsbeirat zu.