Frankenthal Vater und Sohn nehmen Fahrt auf

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FRANKENTHAL. Was mit einer gemeinsamen Freizeitbeschäftigung angefangen hat, hat in den vergangenen Jahren richtig Fahrt aufgenommen. Durch ihren Fleiß und harte Arbeit qualifizierten sich Elkin und Moritz Richter für die Flying Dutchman Weltmeisterschaft. Diese führt die Segler in dieser Woche ans Steinhuder Meer nordwestlich von Hannover.

Sie gestikulieren ab und zu wild, fallen sich gegenseitig ins Wort und lachen dann im nächsten Moment wieder herzhaft. So sitzen Elkin und Moritz Richter aus Grünstadt am Silbersee in Bobenheim-Roxheim. Wenn die beiden Segler über ihre Sportart reden, dann fangen ihre Augen zu glänzen an. Man merkt bei dem Vater-Sohn-Duo sofort, dass sie hier über ihre Leidenschaft plaudern und das ohne Probleme stundenlang machen könnten. Der 56 Jahre alte Elkin war es, der seinen Sohn Moritz vor gut zehn Jahren für das Segeln begeistern konnte. „Ich habe selbst mit 14 Jahren in Otterstadt angefangen zu segeln, es aber dann für gut 30 Jahre gelassen. Bis Moritz und ich etwas gesucht haben, dass wir gemeinsam machen können“, erinnert er sich. Sein Sohn Moritz, der zuvor nie groß selbst irgendeine Sportart betrieben hat ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Die Leidenschaft dafür habe ich dann doch schon ganz schnell für mich alleine entdeckt.“ Für die beiden, die zusammen alle nötigen Segelscheine absolvierten, war damals klar, dass ihr Boot nur ein Flying Dutchman (FD) sein sollte. „Quasi das Nonplusultra unter den Jollenbooten“, sagt Elkin Richter stolz. Als Heimatrevier suchten sich die in Grünstadt lebenden Segler den Silbersee in Bobenheim-Roxheim aus und meldeten sich beim traditionsreichen Kanu-Club Frankenthal (KCF) an. Doch der Flying Dutchman ist, wie das Segeln generell, eine Wissenschaft für sich. „Es dauert, bis man solch ein Schiff richtig unter Kontrolle hat. Man muss immer schauen, was passiert, wenn ich hier ziehe. Und wie reagiert das Boot, wenn ich dort ziehe“, erläutert Moritz, der als Steuermann die Hauptverantwortung auf dem Zweierboot trägt, noch gut an die Anfänge. Aber es sind gerade solche Herausforderungen, die die beiden lieben. „Moritz ist schon ein Perfektionist. In fast jeder freien Minute schraubt er an unserem Boot herum und versucht es zu optimieren“, sagt Elkin Richter, der als Vorschoter während der Fahrt meist außerhalb des Schiffes hängt und hauptsächlich für die Balance des Bootes verantwortlich ist, bewundernd. Dass die Instandhaltung eines solchen Bootes, gerade ohne große Sponsoren, richtig ins Geld gehen kann, versteht sich von selbst. Dies ist wohl auch einer von vielen Gründen, warum das Vater/Sohn-Gespann das Segeln zuerst hauptsächlich als Freizeitbeschäftigung betrieb. Erst seit gut zwei Jahren fahren sie auf Regatten mit. Jetzt sind sie zwar keine Berufsfahrer – der 25-jährige Moritz steht kurz vor dem Ende seiner Ausbildung als Mechatroniker, sein Vater ist als gelernter Maschinenbautechniker Leiter der Logistik eines großen Mannheimer Betriebes –, doch das Segeln nehmen beide durchaus ernst. Und sind dazu noch erfolgreich. Neben ein paar Topplatzierungen bei den heimischen Regatten auf dem Silbersee, qualifizierten sich die Richters über die Rangliste nun auch für die Weltmeisterschaft auf dem Steinhuder Meer in der Nähe von Hannover. Die Ziele bei den Titelkämpfen sind dabei rein olympischer Natur. „Es geht um das Dabeisein und das Ereignis an sich“, sagt Elkin Richter. Dennoch wird die Trainingsintensivität in den Sparten Kraft und Ausdauer deutlich erhöht. Denn Auszeichnungen sind auch bei der Weltmeisterschaft nicht ausgeschlossen. So wird beispielsweise der beste Steuermann unter 26 Jahren genauso geehrt wie das beste Schiff über 25 Jahren. „Beides Kategorien, die auf uns zu treffen“, sagt Moritz Richter und grinst verschmitzt. Alleine werden die beiden die Reise aber nicht antreten. Bastian Benz (23) fährt als Ersatzmann für Elkin Richter mit, der aufgrund seiner lädierten Knie wohl nicht alle Rennen wird fahren können. „Den beiden gehört die Zukunft“, möchte Elkin Richter nach der WM in ein „weniger sportlicheres, aber dafür deutlich bequemeres Boot“ wechseln. Gemeinsame Fahrten des Vater/Sohn-Gespanns sind deswegen aber lange noch nicht ausgeschlossen. Nils erklärt

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