Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Vatanspor Frankenthal erwischt den SC Bobenheim-Roxheim eiskalt

Benjamin Montino (SC) im Duell mit Enes Sen.
Benjamin Montino (SC) im Duell mit Enes Sen.

Der SC Bobenheim-Roxheim verliert das zweite Topspiel innerhalb von fünf Tagen, unterliegt daheim gegen Vatanspor Frankenthal. Die Niederlage fällt unerwartet deutlich aus. Der Matchwinner für die Gäste ist aber keine Offensivkraft.

Nach dem 0:2 im Spitzenspiel gegen den TuS Dirmstein erlebte der SC Bobenheim-Roxheim in der A-Klasse Rhein-Pfalz eine weitere Enttäuschung und kassierte gegen Vatanspor Frankenthal eine 1:4 (0:1)-Heimschlappe. „Wir sind die Überraschungsmannschaft, spielen mal gut, mal schlecht, aber diesmal war’s gut. Alle haben eine super Leistung gezeigt. Wir wollten den Abstand nicht so groß werden lassen, das ist uns gelungen“, wertete Vatanspor-Mittelfeldmotor und Mannschaftskapitän Enes Sen.

Die erste Viertelstunde hatte einige gute Offensivaktionen beider Mannschaften zu bieten. Bobenheim-Roxheim war dann gefährlich, wenn schnell und mutig in die Spitze gespielt wurde. In der achten Minute rannte SC-Torjäger Kevin Bernhardt auf Vatanspor-Keeper Hamdi Koc zu, schoss aber mit dem linken Fuß rechts am Tor vorbei. „Er ist Rechtsfuß, da hat er die falsche Entscheidung getroffen“, kommentierte SC-Trainer Norbert Prehn. Eine Minute später zog der auf dem rechten Flügel oft eingesetzte Yannis Kusch ab, aber Koc parierte. Fast im direkten Gegenzug wehrte SC-Torwart Dennis Stockmann Fatih Bünyamin-Sürmens Schuss ab.

Die Gastgeber schienen das Spiel im Griff zu haben, wurden in der 28. Minute allerdings eiskalt erwischt. Florim Kurti setzte bei einem Konter über die linke Seite Ensar Arslan in Szene, der Stockmann mit seinem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Der SC Bobenheim-Roxheim wirkte keineswegs geschockt, sondern drängte auf den schnellen Ausgleichstreffer. Den hätte Benjamin Montino in der 35. Minute ebenso erzielen müssen wie zwei Minuten später Jakob Pollok. Aber beide Male parierte Hamdi Koc glänzend. „Er hat ihnen das Spiel gewonnen und uns die Lust genommen. Hut ab“, bekundete Norbert Prehn seinen Respekt.

Freistöße und Konter sitzen

In der zweiten Halbzeit bekamen die Gastgeber keinen Zugriff mehr aufs Spiel. Chancen blieben Mangelware, Montinos Schuss aus guter Position in der 59. Minute war in die Mitte platziert, wo ihn Koc lässig aufnehmen konnte. Vatanspor agierte effizient: Enes Sen nutzte in der 67. Minute eine Freistoßvorlage zum 2:0 für Vatanspor. Erneut nach einem Freistoß landete der Ball wieder im SC-Tor. Timucin Sürmen hatte geschossen, Deniz Kilic lenkte den Ball ins eigene Tor (72.) – 3:0. Ein klasse Konter, dem allerdings ein nicht geahndetes Foul Sens an Denis Reinwald vorausgegangen war, führte zum 4:0 durch Timucin Sürmen (85.)

„Wir haben die ganze Zeit Glück gehabt, jetzt haben wir eben mal Pech. Mal sehen, wie lange das dauert, hoffentlich nicht zu lange“, sagte Norbert Prehn. „Sie haben die Zweikämpfe gewonnen wir haben sie nicht angenommen. Und wir haben heute erneut ideenlos gespielt“, nannte der SC-Coach zwei entscheidende Defizite. Den Ehrentreffer für seine Mannschaft markierte Jakob Pollok per Handelfmeter (90.+3). Ärgerlich, weil überflüssig, waren die beiden Roten Karten, die sich Vatanspor in der 89. Minute einhandelte. Eine sah Fuat Altunkayak, die andere ein Spieler auf der Bank. „Das müssen wir abstellen“, weiß Enes Sen.

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