Frankenthal
Unerlaubtes Tuning: Polizei zieht elf Autos aus dem Verkehr
Bis zum frühen Sonntagmorgen hätten Kräfte der örtlichen Inspektion, unterstützt von Spezialisten der Polizeidirektion Ludwigshafen und Tüv-Ingenieuren, vor allem die Augen nach möglicherweise durch Umbauten veränderten Fahrzeugen Ausschau gehalten. Und dabei auch bestimmte Örtlichkeiten ins Visier genommen: Den Beamten zufolge haben sich in den zurückliegenden Wochen insbesondere die Parkplätze der Einkaufszentren in der Wormser Straße zu beliebten Treffpunkten entwickelt.
Dort und auch auf anderen Parkplätzen in Frankenthal haben Streifen „ab und an größere Fahrzeug- und Menschenansammlungen festgestellt“. Die Folge: Anwohner meldeten der Polizei Ruhestörungen, mutmaßliche Verstöße gegen Corona-Regeln und gaben Hinweise auf rasante Fahrmanöver im Stadtgebiet. Die Umbauten an den Autos hätten zumeist das Ziel, Klang und Lautstärke des Motors, aber auch die Fahreigenschaften zu verändern.
Fahrer müssen für Kosten aufkommen
Die Polizei führt als Beispiel die fünf stillgelegten Fahrzeuge aus der vergangenen Woche an: Einen manipulierten Klappenauspuff, Veränderungen an Bereifung und Fahrwerk sowie einen offenen Sportluftfilter hätten die Kollegen unter anderem entdeckt. Diese Umbauten seien entweder nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen gewesen oder seien generell verboten.
In der Nacht auf Sonntag seien zwei weitere hochmotorisierte und offenbar technisch manipulierte Fahrzeuge kontrolliert und sichergestellt worden, damit ein Gutachter sie untersuchen kann. Ihre Besitzer erwartet eine Ordungswidrigkeitenanzeige, weil sie mit ihren Autos ohne Betriebserlaubnis unterwegs waren. Das könne teuer werden: Sie müssen das Abschleppen, die Sicherstellung und die Gutachterkosten bezahlen.
Auch in vier weiteren Fällen wurden die Pkw wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis zunächst stillgelegt. Sie müssen nun die Änderungen in den Fahrzeugpapieren bei einer Prüfstelle abnehmen und eintragen lassen. Schwerpunktkontrollen dieser Art will die Frankenthaler Polizei in den kommenden Wochen fortsetzen.