Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Gerolsheim verliert im Spitzenspiel gegen KF Sembach

Blickt nach der Niederlage nach vorne: Kevin Günderoth.
Blickt nach der Niederlage nach vorne: Kevin Günderoth.

15 Holz Rückstand (3504:3519) besiegelten die Niederlage des TuS Gerolsheim in der Kegel-Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden des Landesfachverbands Rheinland-Pfalz Sektion Classic im Spitzenspiel gegen Tabellenführer KF Sembach. Endstand nach Mannschaftspunkten: 3,5:4,5.

„Mund abwischen: nächste Woche geht es von vorne los“. Kevin Günderoth, Mannschaftsführer des TuS Gerolsheim, selbst im Schlusspaar mit einem herausragenden Ergebnis (649) gegen Mark Nickel (573), blickt schon kurz nach Spielende noch in der Mannschaftskabine sitzend nach vorne. „Wir müssen ja noch nach Sembach.“ Sembach hatte an diesem Tag das Glück des Tüchtigen. Die Gerolsheimer müssen sich neu sammeln, einen neuen Anlauf nehmen, um vielleicht doch noch am Saisonende das beste Team aus Rheinland-Pfalz zu werden. Nur das darf in die Aufstiegsrelegation. Drei Punkte beträgt nun der Rückstand auf die Sembacher, die weiter an der Spitze stehen.

Das, was in den vergangenen Wochen beim TuS gut funktionierte, das Spiel auf den Schlussbahnen zu drehen, sich die Punkte zu sichern, gelang gegen die KF Sembach nicht. Wie eng es auf den Bahnen zuging, zeigt der direkte Vergleich zwischen Christian Buck und Markus Wagner (Sembach). Beide holten 575 Holz. Beim letzten Wurf auf der letzten Bahn brauchte Wagner eine Sieben zum Gleichstand, es fielen aber anfangs nur sechs Kegel. In der letzten „Millisekunde“ sei der siebte Kegel gefallen, berichtet Kevin Günderoth. Der Spielpunkt ging jedoch an Buck, weil er auf der vierten Bahn einen Kegel Vorsprung hatte. Wäre für Wagner auch der achte Kegel gefallen, der Mannschaftspunkt wäre an Sembach gegangen. So gewannen Buck und Wagner jeweils zwei Spielpunkte, der Mannschaftspunkt wurde geteilt.

Drei Neuner in Serie

Eine Schlüsselszene gab es laut Kevin Günderoth: Im Schlusspaar warf Gästespieler Markus Tiedemann auf der letzten von vier Bahnen drei Neuner in Folge. Die Holzzahl kippte zugunsten der Gäste. In einer vom ersten bis zum letzten Wurf spannenden Partie sei das ein Moment gewesen, der Sembach in die Karten gespielt habe. Doch der TuS-Mannschaftsführer war sportlich fair: Bei den Neuern habe Tiedemann jeweils „satt die Gasse“ getroffen, sagte er anerkennend. Die 15 Holz mehr brachten den Gästen zwei Mannschaftspunkte und damit den Gesamtsieg. Denn die direkten Vergleiche hatte der TuS mit 3,5:2,5 Mannschaftspunkten für sich entschieden. Für die bessere Gesamtholzzahl werden weitere zwei Mannschaftspunkte vergeben.

Doch der Reihe nach: Vorne sicherte sich Bernd Günderoth den Punkt gegen Christian Schenk (559) trotz schlechterer Holzzahl, weil er zwei Bahnen gewann und sich auf einer mit dem Gegner den Spielpunkt teilte. Mit Bucks Ergebnis führte der TuS nach dem Startpaar nach Mannschaftspunkten mit 1,5:0,5, lag aber mit elf Holz zurück.

Bei einem passt alles

Im Mittelpaar war Christian Mattern für die Gastgeber wieder eine Bank (626) gegen Thomas Eichenauer (595), Marvin Biebinger (538) blieb gegen Tobias Bauer (598) unter seinen Möglichkeiten. Das kostete wertvolle Holz. Nun betrug das Minus 40 Holz. Kevin Günderoth machte 76 Holz gegen Mark Nickel (573) gut. Er ließ auf der dritten Bahn beim Abräumen 80 Kegel purzeln. Herausragend. Bei ihm passt derzeit alles. Das bedeutete ein Plus von 36 Holz für Gerolsheim. Die verlor Uwe Köhler (568) exakt auf den ersten drei Bahnen. Dann kamen die drei Neuner von Tiedemann. Der Gästespieler kam auf 619 Holz.

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