Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Dirmstein gewinnt in der Nachspielzeit gegen Schwarz-Weiss Frankenthal

Der Dirmsteiner Marius Schafhaupt (rot) im Duell mit dem Frankenthaler Jonas Willer (schwarz).
Der Dirmsteiner Marius Schafhaupt (rot) im Duell mit dem Frankenthaler Jonas Willer (schwarz).

Lange blieb das Spitzenspiel der A-Klasse Rhein-Pfalz zwischen Tabellenführer TuS Dirmstein und dem Tabellendritten DJK Schwarz-Weiss Frankenthal am Sonntag torlos. Erst in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Fidan Jasari mit einem Fernschuss für den am Ende glücklichen Sieg des Titelfavoriten.

Dirmstein führt somit die Tabelle weiterhin souverän mit 82 Punkten an. Verfolger SC Bobenheim-Roxheim (70) hat fünf Spieltage vor Saisonende bereits zwölf Punkte Rückstand. Allerdings ist die Wertung des abgebrochenen Spiels bei Vatanspor Frankenthal noch nicht amtlich. Hier rechnet Bobenheim-Roxheim noch mit drei weiteren Punkten. Schwarz-Weiss Frankenthal (60) bleibt noch auf Platz drei, steht jetzt aber nur noch durch das bessere Torverhältnis vor dem in den letzten Spielen stark aufspielenden VfR Frankenthal (60).

Schwarz-Weiss musste beim Tabellenführer ersatzgeschwächt antreten. Neben Trainer Andreas Rehm, der für dieses Spiel noch gesperrt war, fehlten krankheitsbedingt Torjäger David Michalski, Jens Korpis und Standardspezialist Uwe Rebholz. Für Rehm übernahm Ismail Tartar das Coaching an der Seitenlinie. Trotz einer starken kämpferischen Leistung reichte es am Ende nicht zu einem verdienten Punkt. „Wir hatten nur einen engen Kader von 13 Spielern zur Verfügung. Dennoch haben wir uns auf dem schwer bespielbaren Rasen gut verkauft. Wir haben stark verteidigt und hatten vorne auch unsere Möglichkeiten“, sagte Tartar nach der unglücklichen Niederlage. “Vor der Pause hatten wir die besseren Chancen und müssen da in Führung gehen. Kämpferisch haben wir alles gegeben, vor dem Tor hat mir der letzte Biss noch gefehlt. Dass wir dann hier kurz vor Ende ein so unglückliches Gegentor bekommen, müssen wir so hinnehmen.“

Bereits nach wenigen Minuten zappelte der Ball im Netz der Gastgeber. Doch Alessio Giganti hatte aus klarer Abseitsposition getroffen. Nach gut einer Viertelstunde setzte sich der nach dem Ausfall von Michalski in der Sturmspitze aufgebotene Maximilian Haltenberger stark in Szene. Er lies einen Gegenspieler aussteigen und prüfte dann mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze TuS-Torhüter Marco Bruenn, der den Ball mit Mühe wegfausten konnte. Der Tabellenführer kam erst langsam ins Rollen. Eine erste Chance hatte Stürmer Ronny Krause, der einen Heber knapp über das Tor setzte (25.). Erst danach konnte das Team um das Trainergespann Dennis Pfeiffer und Thomas Gomolla mehr Druck aufbauen. Die Gäste hatten nun Probleme, sich aus der Defensive zu befreien. Es kam dabei aber nur ein Torschuss heraus, der zu zentral in die Mitte ging (41.). Die letzte Chance der ersten Halbzeit hatte erneut Haltenberger, der bei seinem Sololauf gegen mehrere Gegenspieler gerade noch vor dem Dirmsteiner Strafraum gestoppt wurde (44.).

Gleich nach der Pause dann die beste Chance für Schwarz-Weiss. Außenstürmer Alessio Giganti ging auf der linken Seite durch und scheiterte alleine vor Marco Bruenn, der stark abwehrte (47.). Wenig später hatte Haltenberger noch eine Kopfballmöglichkeit (48.). Auch Dirmstein kam in der Folge zu Abschlüssen. Ein Konter auf der linken Seite in Überzahl brache Ronny Krause in Schussposition, der es aber wieder erfolglos mit einem Heber versuchte, der knapp am langen Eck vorbei ging (56.). Der eingewechselte Manuel Schieß hatte wenig später nach einem von der Gästeabwehr abgewehrten Ball die nächste Chance auf die Führung, die Marcel Bulla im Gästetor stark vereitelte (66.). Auch der erfolgreichste Dirmsteiner Torschütze Kevin Kaspar, der vom Flügel in die Mitte beordert wurde, setzte einen Kopfball nach Ecke knapp am langen Pfosten vorbei (84.). Als sich alle schon mit einer torlosen Punkteteilung abgefunden hatten, nahm sich der eingewechselte Fidan Jasari ein Herz und schloss aus zwanzig Metern ab. Der eigentlich haltbare Fernschuss sprang auf dem holprigen Rasen vor Bulla ungewöhnlich hoch auf und zappelte dann knapp unter der Latte im Netz (92.). Wenig später pfiff Schiedsrichter Michael Schwechheimer unter großen Jubel der Dirmsteiner Spieler und Anhänger das Spitzenspiel ab. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Meisterschaft in der A-Klasse war gemacht.

„Ein Unentschieden wäre heute gerecht gewesen. Wir hatten heute das notwendige Glück, wenn das Tor, auch durch einen Platzfehler, erst in der 92. Minute fällt. Schwarz-Weiss hat es gut gemacht. Wir hatten heute spielerisch zu viele Stockfehler drin, kämpferisch war die Leistung aber okay. Der letzte Pass hat zu selten den Mitspieler erreicht. Der Sieg freut mich für die Jungs, die alle stark gearbeitet haben“, sagte TuS-Trainer Thomas Gomolla nach dem glücklichen Sieg.

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