Tischtennis
TTF-Herren müssen in Relegation um den Klassenerhalt spielen
Die ersten Herren der TTF Frankenthal müssen weiter um den Verbleib in der Tischtennis-Oberliga Südwest bangen. Durch die knappe 6:9-Heimniederlage am letzten Spieltag gegen TV 1860 Nassau ist das Team um Mannschaftsführer Martin Roth nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge doch noch auf Platz acht abgerutscht. Somit müssen sich die TTF am 4. Mai in eigener Halle gegen zwei klassentiefere Teams durchsetzen, um in der Oberliga zu bleiben.
„Wir sind alle enttäuscht, dass wir unser Saisonziel Klassenerhalt noch nicht geschafft haben“, sagte TTF-Kapitän Martin Roth. In den entscheidenden Partien in Klein-Winterheim und Wackernheim sei die Mannschaft nicht an die Bestleistung herangekommen. „Nun müssen wir den Weg über die Relegationsspiele gehen. Ich bin mir sicher, dass wir uns da durchsetzen werden“, meinte Roth zuversichtlich.
Ein Vorteil für die TTF: Das Relegationsturnier wird in Frankenthal stattfinden, da der Oberligist hier das erste Zugriffsrecht hat. „Wir haben uns rechtzeitig um die Ausrichtung beworben. Mit Wirges steht ein Gegner schon fest. Weiterhin rechne ich mit der TSG Kaiserslautern II, in der Pfalzliga sind aber noch nicht alle Spiele ausgetragen.“
Pikant: Am letzten Spieltag der Ersten Pfalzliga kommt es zum direkten Duell der beiden Kontrahenten um Platz zwei. Der TTV Albersweiler, aktuell mit einem Punkt Vorsprung auf dem Relegationsplatz, empfängt am 27. April (20 Uhr) die TSG Kaiserslautern II.
Gastgeber kämpferisch stark
Im letzten Heimspiel erlebten die Zuschauer am Sonntag in der Peter-Trump-Halle wieder ein stark kämpfendes Heimteam, das sich bis zum letzten Einzel gegen die erwartete Niederlage gegen das stärkste Rückrundenteam wehrte. Lange sah es gegen die in Bestbesetzung angereisten Gäste mit dem starken vorderen Paarkreuz mit Ex-Nationalspieler Zsolt-Georg Böhm und dem Tschechen Michal Vavra nach einer klaren Niederlage aus.
Die TTF-Herren mussten auf Spitzenspieler Sven Müller-Wirth (Beruf) verzichten. Der peruanische Abwehrspieler Diego Rodriguez Egocheaga war durch eine Schulterverletzung spürbar gehandicapt. Er spielte unter Schmerzen und war in beiden Einzeln klar unterlegen. Auch im Doppel reichte es an der Seite von Peter Beranek trotz einer 2:0-Satzführung nicht zum Sieg.
Jens Langstein/Andreas Kring verloren ihr Doppel gegen Zsolt-Georg und David Böhm mit 1:3. Das erste Match holten überraschend Roth und Ersatzspieler Kevin Klein gegen Marcel Mayer/Markus Beckmann. Danach erhöhte Nassau die Führung fast uneinholbar auf 8:2. Nur der starke Andreas Kring gewann sein Einzel.
Langstein sorgt für Spannung
Dass es noch einmal spannend wurde, lag in erster Linie an Jens Langstein. Er spielte für Sven Müller-Wirth im oberen Paarkreuz und bezwang den Tschechen Michal Vavra nach grandioser Aufholjagd in fünf Sätzen. „Keiner in der Halle hätte gedacht, dass Jens das Spiel noch gewinnt“, berichtete Martin Roth. Danach gewann auch Routinier Peter Beranek gegen Tobias Werschkun, und Roth kämpfte den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Marcel Mayer mit 11:8 im fünften Satz nieder. Nicht aufzuhalten war danach Andreas Kring. „Andreas hat seine beste Saisonleistung gezeigt und erstmals in der Oberliga beide Einzel ganz klar in drei Sätzen gewonnen. Das war stark“, lobte der TTF-Kapitän den Angriffsspieler.
Frankenthal verkürzte so den Rückstand auf 6:8 und brauchte nur noch einen Einzelsieg, um das Schlussdoppel zu erzwingen. Ersatzspieler Kevin Klein war gegen David Böhm mit dem Gewinn von Satz eins auch auf einem guten Weg. Er gab allerdings die nächsten drei Durchgänge ab, wobei er den vierten Satz 16:18 verlor und mehrere Satzbälle vergab. „Er hat zu weich und mit zu wenig Risiko gespielt, um Fehler zu vermeiden“, analysierte Roth. Im Schlussdoppel, da war er sich sicher, hätten die TTF den fehlenden Punkt zum Klassenerhalt geholt. So heißt es jetzt: nachsitzen.
So spielten sie
Doppel: Rodriguez Egocheaga/Beranek - Vavra/Werschkun 2:3, Langstein/Kring - Zsolt-Georg Böhm/David Böhm 1:3, Roth/Klein - Mayer/Beckmann 3:2. Einzel: Rodriguez Egocheaga - Vavra 0:3, Langstein Zsolt-Georg Böhm 0:3, Beranek - Mayer 1:3, Roth - Werschkun 1:3, Kring - David Böhm 3:0, Rodriguez Egocheaga - Zsolt-Georg Böhm 0:3, Langstein - Vavra 3:2, Beranek - Werschkun 3:1, Roth - Mayer 3:2, Kring - Beckmann 3:0, Klein - Böhm David 1:3.