Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel TG-Damen starten in Wiesbaden in Hallensaison

U19-Nationalspielerin Marie Fischer (rechts) steht nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung.
U19-Nationalspielerin Marie Fischer (rechts) steht nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung.

Im Feld hatten es die Damen der TG Frankenthal als Zweitliga-Aufsteiger zuletzt schwer, in der Halle wollen sie ihr Selbstvertrauen wieder stärken. Zum Saisonstart in der Ersten Regionalliga Süd treffen sie am Samstag (15 Uhr) mit dem Wiesbadener THC gleich mal auf einen der Favoriten.

Zum Saisonstart gibt es für die TG-Damen einen echten Déjà-vu-Moment. Bereits vor einem Jahr bestritten sie ihre erste Pflichtpartie in der Halle gegen die Hessinnen, damals spielten beide Teams noch in der Zweiten Regionalliga Süd. Am Ende gewann der Wiesbadener THC die Staffel, verpasste in der Relegation aber den direkten Aufstieg in die im Damenhockey neu geschaffene Zweite Hallen-Bundesliga. Im Zuge dieser Ligareform stiegen die Frankenthalerinnen als Vizemeister in die Erste Regionalliga Süd auf, wo sie es nun erneut mit den Wiesbadenerinnen zu tun bekommen.

An deren Favoritenrolle hat sich für TG-Trainer Tobias Stumpf nichts geändert. Mit Philipp Tangerding führe bei den Hessinnen zwar ein neuer Chefcoach Regie, ihre aufstrebende Entwicklung habe die junge Mannschaft aber auch im Feld in der Ersten Regionalliga fortgesetzt. „Das wird erneut zum Auftakt keine leichte Aufgabe werden. Wir treffen auf einen Gegner, der extrem schnell und druckvoll nach vorne spielt. Da dürfen wir uns nicht allzu viele Fehler erlauben“, erklärt Stumpf.

Zwei Sportarten in einer

Als zweiten Titelaspiranten hat er den TuS C Obermenzing auf dem Zettel, im Feld Zweitliga-Konkurrent der Frankenthalerinnen. Sein eigenes Team zählt er aktuell zum erweiterten Favoritenkreis. Vom neuerlichen Aufstieg will man bei der TG lieber noch nicht sprechen, da wirkt die Niederlagenserie im Herbst in der Zweiten Bundesliga doch nach. „Wir wollen jetzt gut in die Hallensaison hineinfinden und darauf achten, dass wir nicht gleich zu Beginn zu viele Punkte liegenlassen“, sagt Stumpf.

Dass Hockey mit Feld und Halle quasi zwei Sportarten in einer biete, sei auch ein Vorteil. Nach dem Motto: Gerät der Motor in der einen Disziplin mal ins Stottern, bleibt die andere, um wieder Selbstvertrauen zu tanken. „Das wollen wir in der Halle tun, den Schwung wollen wir dann mit in die Rückrunde in der Zweiten Liga nehmen“, sagt der Coach. Soweit der Plan.

„Knackige Gegner“

Auf dem Weg dahin bekommen es die TG-Damen laut Stumpf mit einigen „knackigen Gegnern“ zu tun. Neben Wiesbaden und Obermenzing treffen sie in der sieben Teams umfassenden Süd-Staffel auf die Eintracht Frankfurt, den 1. Hanauer THC, den HTC Stuttgarter Kickers und den TV 48 Schwabach aus Franken. Stumpf spricht von einer „sehr interessanten Liga. Ein Selbstläufer wird das nicht.“

Die Vorbereitung beschreibt er als kurz und intensiv. Lediglich viereinhalb Wochen liegen zwischen dem letzten Feldspiel Mitte Oktober und dem Auftakt in der Halle. Am vergangenen Wochenende verbuchten die TG-Damen einen Turniersieg beim ESV München. Im Finale schlugen sie Regionalliga-Konkurrent Hanau 2:1. Unter der Woche bestritten die Frankenthalerinnen dann noch Testspiele gegen die beiden Erstligisten Feudenheimer HC und Rüsselsheimer RK. Bei den Niederlagen habe man den Klassenunterschied schon deutlich gesehen, bekennt Stumpf. „Da hat bei uns noch nicht alles zusammengepasst. Wir sind noch nicht auf dem Niveau, auf dem wir am Ende der vergangenen Hallenrunde waren.“

Etablierte Spielerinnen fehlen

Zum Saisonstart fehlen dem Übungsleiter etablierte Spielerinnen wie Giovanna Di Fede, Annika Koch, Yvonne Müller, Marie Sattler, Lea Schopper, Katja Schneider und Liv Schütze. Immerhin steht Marie Fischer wieder zur Verfügung. Die U19-Nationalspielerin hatte sich im vorletzten Feldspiel gegen den ATV Leipzig an der Schulter verletzt. „Marie hat noch Trainingsrückstand, kann mit ihrer individuellen Stärke und Kreativität aber den Unterschied ausmachen“, sagt Stumpf. Zwischen den Pfosten wird am Samstag Stammkeeperin Celine Hochstetter stehen. Doch auch Nadine Deimling soll in der Hallenrunde ihre Einsätze bekommen, so der Coach. „Wir wollen zeigen, dass wir zwei gute Torhüterinnen haben.“

Das Auftaktspiel beim Wiesbadener THC vor einem Jahr verloren die Frankenthalerinnen übrigens knapp mit 3:4 (1:2). Schuld waren einige Leichtsinnsfehler, die der Gegner eiskalt bestrafte. Es blieb in der vergangenen Hallenrunde bei dieser einen Niederlage. Tobias Stumpf hätte nichts dagegen, wenn die neue Saison eine Etage höher genauso erfolgreich verlaufen würde. Nur auf die Auftaktniederlage würden er und sein Team diesmal gerne verzichten.

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