Frankenthal Suche nach dem Verborgenen

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Einen Überblick über sein aktuelles künstlerisches Schaffen bietet Günther Titz unter dem Titel „Out of the Dark“ vom 27. Februar bis zum 29. März im Kunsthaus Frankenthal. Der aus Filderstadt stammende Künstler, der seit 1999 in Reichenbach bei Esslingen lebt und arbeitet, zeigt Malerei, Fotografie und Installation.

Günther Titz sagt über sich selbst, er suche nach Formen. Und Form bedeutet für den Künstler in erster Linie Proportionalität. Dabei distanziert er sich ausdrücklich vom Prozess einer Komposition, von der Malerei als Schöpfung. An ihre Stelle tritt bei ihm der Findungsprozess. Und Ausgangs- und Verbindungspunkt für Ordnungen und Strukturen seien bei Titz ästhetische Erfahrungen, so die Stadtverwaltung als Veranstalter der Frankenthaler Ausstellung in ihrer Ankündigung. „Es entstehen Arbeiten mit streng geometrischen Formen und Strukturen, die keine Assoziation mit der Realität im abbildenden Sinne zulassen. Die Arbeiten erhalten eine eigene Autonomie und bildimmanente Logik, haben aber nicht die Verbindung vom ausgehenden Gegenstand verloren“, heißt es in der Pressemitteilung. Weitere Themen bei Titz seien das Verdecken und Freilegen in der Bildfläche. In seiner Malerei arbeite er mit mehreren aufgetragenen Farbschichten, deren Übereinander durch das Abschleifen erst sichtbar gemacht werden. In den Fotos strebe Titz dieselbe rechtwinklige Flächenaufteilung an. Hier spiele er mit dem Raum hinter der fotografierten Glasfläche und Spiegelungen der Umgebung – beide seien gleichzeitig in der Bildfläche sichtbar. „Mit der Installation ,Out of the Dark’ thematisiert der Künstler das Entbergen des Verborgenen im Sinne des Ins-Werk-Setzen der Wahrheit als Wesen der Kunst, wie es Martin Heidegger formuliert.“ Zu sehen seien Miniaturen bedruckter Kartonflächen, die sonst im Verborgenen liegen, sowie eine 24-teilige Bodeninstallation mit einzelnen beschrifteten Tafeln, auch dies sei eine Sichtbarmachung. (rhp)

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