Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Strandbad: Besucherzahlen wetterbedingt „gleichbleibend niedrig“

Eintrittskarte gegen Bares: Stadtwerke-Mitarbeiter Muhammed Akdeniz versorgt Elke Mohr an der Kasse mit einem Ticket fürs Strand
Eintrittskarte gegen Bares: Stadtwerke-Mitarbeiter Muhammed Akdeniz versorgt Elke Mohr an der Kasse mit einem Ticket fürs Strandbad.

Das Strandbad wird in den ersten zwei Wochen seit seinem verspäteten Start in die Sommersaison nicht direkt von Schwimmern überrannt. Die Stadtwerke als Betreiberin der Anlage führt das aber eher aufs unbeständige Wetter als auf die coronabedingten Einschränkungen zurück.

„Gleichbleibend niedrig“ seien die Besucherzahlen im Strandbad an den Tagen seit der Eröffnung am 26. Juni gewesen, vermeldet Stadtwerke-Sprecherin Melanie Brünner auf Anfrage der RHEINPFALZ zum bisherigen Verlauf der Sommersaison 2020. Der Lichtblick aus ihrer Perspektive: „Unsere Stammgäste, die sich normalerweise eine Dauerkarte gekauft hätten, halten uns aber weiterhin die Treue.“

Die Gründe, warum es noch nicht so recht laufen mag, sind Brünner zufolge vielschichtig: Den ein oder anderen Frankenthaler halte vielleicht die Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken, von einem Schwimmbadbesuch ab – trotz der Schutzvorkehrungen auf dem Gelände. Für andere passten möglicherweise die Blockzeiten nicht oder sie hätten Probleme beim digitalen Buchen der Tickets. „Wir machen hauptsächlich das Wetter für die niedrigen Besucherzahlen verantwortlich. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass erst am dritten schönen, sonnigen, warmen Sommertag in Folge die Gäste ins Bad strömen“, betont die Sprecherin.

Noch nicht stabil genug

Eine derart stabile Wetterlage gab es in dieser Saison noch nicht, insofern hätte das Strandbad auch ohne Corona ähnliche Besucherzahlen, vermutet Melanie Brünner. Bisher sei keiner der täglich vier Zeitblöcke von morgens und abends zwei sowie vor- und nachmittags drei Stunden ausverkauft gewesen. Wegen des Wetters sei „keine aussagekräftige Bewertung“ des Angebots möglich. Falls sich bei einer längeren Hitzeperiode Hinweise ergäben, könne man gegebenenfalls nachbessern.

Nachdem es zu Beginn der Saison auch aus dem politischen Raum Kritik daran gegeben hatte, dass bei der Onlinebuchung von Tickets nur der Bezahldienst Paypal zur Verfügung stand, hatten die Stadtwerke reagiert und einen Barverkauf vor Ort eingerichtet. Einen spürbaren Effekt habe das nicht gehabt. Auch hier weist Brünner aufs Wetter hin. Erst bei größerem Andrang am Kassenhäuschen zeige sich, ob das Handling funktioniere. Zusätzlich zu Paypal

sei noch der Anbieter Paydirekt hinzugekommen.

Barverkauf geht weiter

„Andere Zahlungsmöglichkeiten sind weiterhin in Arbeit – leider ist aber weiterhin offen, ab wann wir diese anbieten können“, räumt Brünner ein. Bis dahin gehe der Barverkauf zwischen 9 und 17 Uhr weiter. Von diesen Widrigkeiten abgesehen, bekommen die Stadtwerke nach Auskunft ihrer Sprecherin „fast ausschließlich positives Feedback“. Die Abläufe funktionierten gut und es gebe ausreichend Platz für alle Gäste. Und die trügen durch ihr den Corona-Gegebenheiten angepasstes Verhalten einiges dazu bei.

An der Rechtsgrundlage für den Betrieb des Strandbades hat sich seit dem Start vor etwas mehr als zwei Wochen nichts geändert. Es gelte nach wie vor die gleiche Corona-Verordnung des Landes wie zu Beginn, deswegen sei ein Nachsteuern vor Ort bisher nicht nötig gewesen. „Wir werden sehen, ob unser Konzept auch funktioniert, wenn wir das erste Mal eine größere Gästezahl gleichzeitig vor Ort haben“, sagt Melanie Brünner. Sie hoffe jedenfalls, „dass wir in den nächsten Tagen das erste Mal eine Belastungsprobe bestehen dürfen“.

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