Frankenthal
Sternenkinder: So soll die neue Ruhestätte auf dem Hauptfriedhof aussehen
Der im Arbeitskreis Friedhof vorgestellte Gestaltungsentwurf, der einen würdevollen Ort des Trauerns und Gedenkens vorsieht, wurde einhellig als gelungen gelobt. Sollte auch der Betriebsausschuss am 22. Juni sein Placet geben, kann der Plan zeitnah umgesetzt werden.
Die wesentlichen Elemente des neuen Grabfeldes erläuterte die beim EWF für die Friedhöfe zuständige Abteilungsleiterin Marietta Mayer. Danach soll im Zentrum der Anlage ein Sandkasten entstehen, flankiert von zwei Sitzbänken. Ein mit „Sternepost“ gekennzeichneter Ewigkeits-Briefkasten ist für Abschiedsbriefe gedacht, die dem Erdreich anvertraut werden. Außerdem vorgesehen sind eine Schnitzerei aus einem Baumstamm sowie ein Gedenkstein mit Jahreszahlen. Violett blühender Kriechthymian soll laut Mayer farbliche Akzente setzen. Die ausreichend breiten Wege werden mit einer wassergebundenen Decke überzogen.
Mit Spendengeldern finanziert
Zur Begrifflichkeit: Sternenkinder sind vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben und haben ein Gewicht von weniger als 500 Gramm. Sie werden einmal im Jahr in Kooperation mit der Stadtklinik Frankenthal und örtlichen Bestattungsunternehmen bei einer ökumenischen Abschiedsfeier beigesetzt.
Die neue Anlage kann weitgehend mit Spendengeldern finanziert werden, nachdem aufgrund einer von der Freien Wählergruppe und Sonja Hebrock gestarteten Initiative inzwischen rund 7500 Euro zusammengekommen sind. Für die praktische Umsetzung konnte das Zentrum für Arbeit und Bildung (ZAB) gewonnen werden.
Erhalten bleiben sollen die bisherigen Parzellen, die sich im Randbereich des Hauptfriedhofs nahe des östlichen Eingangs Mörscher Straße befinden und nach Sternenkindern und Kindergräbern getrennt sind. Mit Blick auf deren wenig einladendes Erscheinungsbild erklärte Magali Leidig-Petermann (SPD), dass es ihr ein wichtiges Anliegen sei, die Anlage weiterhin zu pflegen.