Frankenthal Starts in der Schweiz und in der Mongolei
«Frankenthal.» Für die Triathleten aus Frankenthal und Umgebung stehen in diesem Jahr nicht die ganz großen Rennen an. Interessante Ziele haben sie dennoch. Elke Willersinn will beispielsweise an einem Mountainbike-Rennen in der Mongolei teilnehmen.
Für Steffen Stegmann steht der wichtigste Wettkampf des Jahres am Wochenende an. Der 28-Jährige startet am Sonntag beim Ironman 70.3 in Rapperswil in der Schweiz (Kanton St. Gallen). In den vergangenen Jahren hatte der gebürtige Frankenthaler stets mit der Brechstange versucht, sich für die 70.3-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. In diesem Jahr wählt er den sanfteren Weg. „Ich mache mir nicht den Druck, es unbedingt schaffen zu müssen“, sagt Stegmann. „Ich will ein schönes Rennen abliefern und Spaß haben. Sollte ich dabei die WM-Qualifikation schaffen, bin ich nicht böse drum. Aber diese steht nicht im Fokus.“ Stegmann hat sich im Vorfeld des Rennens am Obersee nach eigenen Angaben nicht einmal darüber informiert, welchen Platz er in seiner Altersklasse wohl erreichen müsste, um eines der Tickets für die Ironman-70.3-WM zu bekommen. Gut in Form ist er laut eigener Aussage. Zuletzt belegte Steffen Stegmann beim Triathlon in Ingolstadt über die Olympische Distanz den fünften Rang. Und das, obwohl Stegmann erst vor wenigen Wochen die letzten Prüfungen seines Referendariats an einem Gymnasium in Heilbronn abgeschlossen hat. Wie es ab Sommer beruflich bei ihm weitergeht, wo er eine Lehrerstelle bekommt, weiß er noch nicht. Sein Rennkalender für diese Jahr steht hingegen: Nach Rapperswil folgen noch die beiden weiteren Stationen des Drei-Länder-Cups, bei dem Ingolstadt die Auftaktveranstaltung war: der Frankfurt City Triathlon und der Kraichgau Summertime Triathlon. Mit Rang fünf in Ingolstadt liegt Stegmann aussichtsreich im Rennen um die Gesamtwertung. „Das Podium ist mein Ziel“, sagt er. Sein Vater Detlef Hoffmann hatte dieses Jahr große Pläne, liebäugelte mit einer Qualifikation für die Ironman-WM 70.3. Doch daraus wird wohl nichts. Schuld daran ist eine sechswöchige Trainingspause wegen Kniebeschwerden. Hoffmann hatte bis in den März hinein sehr gut trainiert, bevor er länger mit dem Lauftraining aussetzen musste. Seit Ende April kann der Frankenthaler, der im Vorjahr die Qualifikation für die Ironman-WM auf Hawaii knapp verpasst hatte, wieder schmerzfrei trainieren und startet nun am Sonntag beim Ironman 70.3 im Kraichgau. „Mein Ziel, die Qualifikation für die WM zu erreichen, werde ich realistisch gesehen vermutlich nicht schaffen. Der Kopf will nach der Zwangspause mehr, aber der Körper kann’s vermutlich nicht geben.“ Seine zweite Mitteldistanz wird Hoffmann Anfang August beim Frankfurt City-Triathlon absolvieren. Ein weiterer Saison-Höhepunkt ist der New York Marathon im November. Dort wird der 65-Jährige mit zehn Läufern aus seiner Trainingsgruppe aus Mannheim am Start sein. Auch Daniel Koppenhöfer hatte im vergangenen Jahr die Qualifikation für die Ironman-WM auf Hawaii knapp verpasst. Der aus Großniedesheim stammende Triathlet wird in diesem Jahr allerdings keine Starts über die Langdistanz absolvieren. „Ich wurde im Februar Papa und will ein bisschen kürzer treten“, sagt der 34-Jährige. „Das Ziel ist es, Beruf, Sport und Familie bestmöglich unter einen Hut zu bekommen.“ Koppenhöfer trainiert noch immer viel, sein Wochentrainingsumfang liegt bei rund 15 Stunden. Nur reicht das eben nicht, um auf der Langdistanz erfolgreich Rennen zu gestalten. Der Wormser konzentriert sich in dieser Saison auf die Rennen des BASF Triathlon-Cups Rhein-Neckar. In Mußbach belegte er zum Auftakt Rang drei in seiner Altersklasse, wird auch am Sonntag in Maxdorf und Ende Juni in Ladenburg starten. „Mein Ziel ist es, in der Gesamtwertung der Altersklasse einen vorderen Platz zu erreichen. In Mußbach habe ich gesehen, dass ich das schaffen kann.“ Zudem nimmt Koppenhöfer Mitte Juli die Olympischen Distanz in Hamburg und den City-Triathlon in Frankfurt in Angriff. Für Elke Willersinn beginnt die Saison mit den ETU-Europameisterschaften in Kitzbühel am 16. Juni über die Olympische Distanz. Bis zum Wochenende ist sie noch im Organisationsteam des Maxdorfer Triathlons eingespannt. Höhepunkt der Saison ist für die Frankenthalerin ein Mountainbike-Rennen in der Mongolei über mehrere Etappen im August. Dafür absolvierte und absolviert Willersinn das eine oder andere Radrennen und wird im Sommer zu Trainingszwecken einige Schweizer Bergpässe bezwingen. Zudem kommt es Ende Juli beim Heidelberg Man zum Generationenduell mit ihrer mittleren Tochter Tanja.