Frankenthal Stadtrat entscheidet über Nachtragshaushalt

Im laufenden Geschäft rechnen die Finanzexperten der Verwaltung mit einem Defizit von rund 4,4 Millionen Euro.
Im laufenden Geschäft rechnen die Finanzexperten der Verwaltung mit einem Defizit von rund 4,4 Millionen Euro.

Der von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägte Nachtragshaushalt für das laufende Jahr 2020 wird nach dem Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch abschließend den Stadtrat beschäftigen. Im laufenden Verwaltungsgeschäft rechnet die Stadt mit einem Defizit von rund 4,4 Millionen Euro.

Um Investitionen stemmen zu können, muss die Verwaltung Kredite aufnehmen: unterm Strich 12,7 Millionen Euro. Die Gesamtverschuldung der Stadt übersteigt nach Berechnung der Finanzfachleute im Rathaus zum ersten Mal die 250-Millionen-Euro-Marke. Der Ausblick auf die kommenden Jahre, der im Vorbericht zum Nachtragshaushalt zu finden ist, fällt allerdings optimistischer aus: Die Verwaltung rechnet ab 2021 mit wachsenden Überschüssen im Ergebnishaushalt und mit der Möglichkeit, Schulden ab- und Eigenkapital wieder aufzubauen.

AEG-Erweiterungsbau und Massong-Gelände

Zwei weitere Themen, die schon den Haupt- und Finanzausschuss und den Planungs- und Umweltausschuss beschäftigt haben, wird der Stadtrat am Mittwoch abschließend behandeln: die Mehrkosten für den Erweiterungsbau des Albert-Einstein-Gymnasiums, die sich auf stattliche 1,2 Millionen Euro belaufen, und die Aufhebung des Bebauungsplanverfahrens für das ehemalige Massong-Betriebsgelände im Schießgartenweg.

Digitalisierung in Schulen

Das Thema Digitalisierung steht in verschiedenen Facetten auf dem Programm des Stadtrats: Zum einen informiert die Verwaltung in einem Zwischenbericht über die Einführung eines EDV-gestützten Dokumentenmanagementsystems. Zum anderen erkundigen sich die CDU- und die FDP-Fraktion mit einer Anfrage und einem Prüfantrag nach einem Medien- und EDV-Konzept für die Schulen und der künftigen Ausstattung mit Tablets oder Notebooks.

CDU: Keine Stehplätze in Schulbussen

Ein Thema, das seit dem Schulbeginn Mitte August auf Landesebene zwischen Regierung und Opposition heiß diskutiert wird, hat die CDU noch auf der Tagesordnung platziert: die Schülerbeförderung. Nach Vorstellung der Christdemokraten soll das Gremium die rot-gelb-grüne Landesregierung auffordern, Mittel für eine Aufstockung der Kapazitäten bereitzustellen. Das Ziel: Sitzplätze für alle Kinder und Jugendlichen.

Termin

Sitzung des Stadtrats am Mittwoch, 9. September, 17 Uhr, Congress-Forum (großer Saal), Stephan-Cosacchi-Platz 5.
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