Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtrat diskutiert Busanbindung der Ostparksiedlung

Die zwischenzeitliche Route der Linie 84 im Starenweg hatte für Protest bei Anwohnern gesorgt.
Die zwischenzeitliche Route der Linie 84 im Starenweg hatte für Protest bei Anwohnern gesorgt.

Die Ostparksiedlung mit veränderten Busrouten wieder besser an den öffentlichen Nahverkehr anbinden – das möchte die CDU-Stadtratsfraktion. Ihre Forderung: möglichst bald eine Bürgerversammlung und in der Folge ein den Wünschen der Bewohner des Viertels angepasster Streckenplan.

Christian Baldauf, stellvertretender Fraktionssprecher der Christdemokraten, begründete den Antrag mit Gesprächen, die zuletzt mit Vertretern der Ostparksiedler geführt worden seien. Diese hätten kritisiert, dass sich mit dem Start des neuen Buslinienkonzepts am 1. Januar die Anbindung ihres Quartiers verschlechtert habe. Der Hintergrund: Die Linie 84 rollt nach Protesten von Anwohner nicht mehr durch den Nachtweide- und den Starenweg, sondern wieder auf ihrer ursprünglichen Route über die Straße Am Kanal. Außerdem steuert die Linie 464 vom Hauptbahnhof aus direkt Mörsch an – ohne Schleife über die Justizvollzugsanstalt.

Bei den Gesprächen habe es verschiedene Vorschläge und Ideen gegeben, sagte Baldauf. Die sollten nun im Dialog mit den Bürgern besprochen werden – wegen der Corona-Situation beispielsweise in Form einer Videokonferenz. Eine Idee der Siedler: Der 464er-Bus solle wieder zu seiner ursprünglichen Strecke zurückkehren.

Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) sagte, dass auch die Stadt Gespräche mit Anwohnern der Ostparksiedlung führe, eine Bürgerversammlung unter den aktuellen Vorzeichen aber schwierig hinzubekommen sei. Er sehe verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Der OB setzt dabei aber eher auf die Linie 84 und dort vielleicht auf eine wechselnde Streckenführung. Die Linie 464 in ihrer früheren Form sei wegen der Schleife zur JVA „sehr verspätungsanfällig“ gewesen. Hebich: „Ein sicherer Takt war da fast nicht zu schaffen.“ Den Vorschlag von David Schwarzendahl (Linke), Defizite mit einem Ruftaxi-Angebot auszugleichen, lehnte er ab. Das sei als Parallelverkehr zu bestehenden Linien nicht zulässig.

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