Frankenthal
Stadtklinik-Pläne: Großküche soll Mittagessen für Kitas und Schulen liefern
Als vor fünf Jahren erste Gedankenspiele für eine umfassende Modernisierung und Erweiterung der Stadtklinik stattfinden, verorten die Planer eine neue Küche noch in einem möglichen Anbau. Das diese Woche von Krankenhausausschuss und Stadtrat diskutierte und einstimmig beschlossene Raum- und Funktionsprogramm geht in eine andere Richtung. Aus gutem Grund, wie Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) findet: „Das wäre viel zu klein dimensioniert gewesen.“
Zu klein in jedem Fall für das, was inzwischen als Vorgabe für die Küche Stand der Planung ist: zusätzlich zu den Mahlzeiten für Patienten des Krankenhauses auch die städtischen Kindertagesstätten und Ganztagsschulen mit Mittagessen versorgen zu können. Dass aus dieser Idee möglichst rasch konkrete Pläne werden sollten, begründete der OB vor den Gremien unter anderem damit, dass sie Vorhaben an anderer Stelle beeinflusst, beispielsweise im Schul- und Kitabau zu berücksichtigen wäre.
Fraktionen unterstützen Vorhaben
Der Oberbürgermeister zeigt sich zwar von der Wirtschaftlichkeit einer Großküche überzeugt und sieht auch die Servicetochter der Stadtklinik für deren Betrieb „gut aufgestellt“, ein bisschen tritt er dennoch auf die Euphoriebremse: Der städtische Eigenanteil von 18 bis 20 Millionen Euro für An- und Umbau plus die Investitionen in eine neue Küche und der ebenfalls geplante Neubau einer psychiatrischen Tagesklinik in Limburgerhof – das sei ein ambitioniertes Paket. Andere Projekte in anderen Aufgabenbereichen der Verwaltung dürften „nicht zu kurzkommen oder darunter leiden“, sagte Hebich im Stadtrat.
Der politischen Unterstützung für das ehrgeizige Vorhaben darf sich der OB indes sicher sein: Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) bekannte ausdrücklich, „schon früher Anhänger einer kommunalen Küche“ gewesen zu sein. Von den anderen Fraktionen kamen durch die Bank positive Signale für das Gesamtkonzept: „Es ist wichtig, dass die Gremien voll und ganz hinter dem Projekt stehen“, sagte Dieter Schiffmann (SPD). Von „gut eingesetztem Geld“, sprach Lucas Spiegel (CDU). Und Thomas Börstler (FDP) wertete die Pläne „als starkes Signal nach den Turbulenzen der letzten Zeit“.