Frankenthal
Stadtklinik: Feuerwehr fordert besseren Brandschutz
Die Brandschutzdienststelle der Stadt fordert eine flächendeckende automatische Brandmeldeanlage für den gerade entstehenden Anbau sowie das Haupthaus, das saniert werden soll. Die Planungsleistung für das Bestandsgebäude, für das eine Generalsanierung geplant ist, vergab der Krankenhausausschuss am Dienstag an ein Architekturbüro. Geschätzte Kosten: knapp 65.000 Euro. In Absprache mit der Feuerwehr ist vorgesehen, als Zwischenlösung zumindest die patientennahen Stationen zu überwachen. Dafür müssen neue Kabelführungen für die Alarmierung der Melder im Bestandsgebäude gelegt werden. Zusätzlich ist für die Stationen eine stille Alarmierung vorgesehen, die zukünftig auch über die neu geplante Telefonanlage erfolgen kann. Ob Gespräche über die Mindeststandards des Brandschutzes geführt worden seien, wollte Edmund Westermann (FDP) wissen.
Zentraler Alarm auf Intensivstation
Wolfgang Winsel, Leiter der zentralen Vergabestelle der Stadt, wies im Ausschuss darauf hin, dass es sich lediglich um eine Übergangslösung handele und aus Kostengründen nur die zwingend notwendigen Schritte in Angriff genommen würden. Alles Weitere sei dann Teil der Generalsanierung des Bestandsgebäudes. Der bereits renovierte Bereich des Hauses, etwa die Intensivstation, sei an die zentrale Alarmierung angebunden, ergänzte Björn Walter, stellvertretender kaufmännischer Direktor der Stadtklinik.
Weil die Handwerker auch in der kalten Jahreszeit im Anbau der Stadtklinik arbeiten müssen, bedarf es einer Winterbauheizung, die Kosten von knapp 135.000 Euro verursacht. Der Ausschuss segnete eine Erweiterung des der Heizungsbaufirma bereits erteilten Auftrages (knapp 1,1 Millionen Euro) ab. „Es wurde schlicht vergessen, die Winterheizung auszuschreiben, sie war von Anfang an in der Planung enthalten“, räumte Wolfgang Winsel ein. Alternative Heizmethoden seien geprüft worden mit dem Ergebnis, dass sie wesentlich teurer gekommen wären. Zum Teil würden die bereits im Rohbau verlegten Leitungen genutzt und an die gemieteten Gebläseverteiler angeschlossen.
In dem neuen Anbau der Stadtklinik, der in etwa zwei Jahren fertig sein soll, werden Psychiatrie, Geburtshilfe und Geriatrie untergebracht. Die Kosten für das Bauprojekt, für das Anfang Oktober Richtfest gefeiert wurde, werden auf über 50 Millionen Euro geschätzt. Das Land hat eine Förderung von mindestens 30 Millionen Euro zugesagt.