Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtklinik-Anbau: Stadt muss elf Millionen selbst stemmen

Hier kommt das neue Gebäude hin: Die Stadtklinik wird Richtung Westen erweitert.
Hier kommt das neue Gebäude hin: Die Stadtklinik wird Richtung Westen erweitert.

Aus dem Landeshaushalt fließen mindestens 30 Millionen Euro für den geplanten Anbau der Stadtklinik nach Frankenthal. Dieser Festbetrag steigt entsprechend der Entwicklung der Baupreise. Trotz dieser stolzen Summe gibt es auch kritische Stimmen.

Mit der Zusage des Landes sei auch klar, welche wirtschaftliche Belastung auf die Stadt und das Krankenhaus im Zuge des Großprojekts zukomme, verdeutlichte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) im Krankenhausausschuss. Bei rund elf Millionen Euro liege der Eigenanteil, den Frankenthal zu stemmen habe. Derzeit laufe die Terminplanung für die Übergabe des Förderbescheids.

Die Bedingungen für das im Westen an das Bestandsgebäude anschließende Vorhaben seien wie folgt: Teile des Projekts werden mit 90 Prozent vom Land bezuschusst, der Umzug der psychiatrischen Tagesklinik vom bisherigen Standort am Metznerpark an die Elsa-Brändström-Straße nur mit 75 Prozent, weil es sich, so Hebich, um einen „Ersatzneubau“ handele. Unterm Strich ergebe sich eine Förderquote von 87 Prozent für die 40 Millionen Euro teure Erweiterung des kommunalen Krankenhauses.

EDV-Ausstattung herausgerechnet

Die Kritik beispielsweise von Michael Baumann (CDU), der von „Taschenspielertricks“ sprach, bezog sich vor allem auf jenen Teil der Kosten, die das Land nicht als förderfähig anerkannt hat: rund sieben Millionen Euro. Den Planern des Ludwigshafener Architekturbüros Sander-Hofrichter zufolge sei es üblich Praxis beim Land, Pläne wie den vorliegenden auf mögliche Einsparungen zu durchleuchten. Das alles werde aber in einem „sauberen Verfahren“ abgewickelt und laufe andernorts genauso ab.

Ein großer Anteil, der von den Fachleuten der Landesregierung herausgerechnet worden sei, betreffe die Ausstattung des Gebäudes mit EDV-Technik. Auch die Baunebenkosten seien pauschal um zwei Millionen Euro reduziert worden. Auf Einsparpotenzial angesprochen, nannte der Vertreter des Büros die vorgesehene Gestaltung der Fassade mit Holzpaneele. Derlei Überlegungen wies der OB allerdings zurück. Der Bau werde prägend sein für den Standort und solle insofern auch optisch und architektonisch überzeugen, sagte Hebich.

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