Frankenthal Stadtklinik: AfD möchte für Direktorensuche Personalagentur einschalten
Fraktionsvorsitzender Hartmut Trapp sieht die Ursache für den „Fehlschlag“ mit einem inzwischen freigestellten Manager auch in den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie. Es habe nur wenig Gelegenheiten zu Sitzungen gegeben. Deswegen habe der Ältestenrat Oberbürgermeister Martin Hebich „Handlungsvollmacht erteilt“.
Zweifel schienen ausgeräumt
Für ihn sei beim persönlichen Kennenlernen mit dem Kaufmännischen Direktor, der seit 1. April in Frankenthal aktiv war, kein Anlass zu größerem Misstrauen gewesen, betont Trapp in seiner Stellungnahme auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der Mann habe zu damals bekannten Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer des Klinikums Stadt Soest „Stellung bezogen und die damaligen Zweifel ausgeräumt“.
„Schnelles Handeln der Verantwortlichen“
Wie berichtet, wirft der ehemalige Arbeitgeber dem Direktor vor, mit überhöhten Zahlungen für Leistungen an niedergelassene Ärzte einen Millionenschaden verursacht zu haben. [aktualisiert, 20. Mai 2021: Die Strafvorwürfe gegen den ehemaligen Kaufmännischen Direktor der Stadtklinik haben sich nicht bestätigt. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren eingestellt.] Für AfD-Sprecher Trapp steht im Vordergrund, „wie wir künftig vermeiden können, zu spät über strafrechtlich relevantes Fehlverhalten informiert zu werden“. Ob die Personalie für die Klinik in turbulenten Zeiten zusätzlichen Schaden bedeute, das könne er nicht einschätzen, sagt er. Es könne genauso gut sein, das „das schnelle Handeln der Verantwortlichen ein positives Image vermittelt“.