Frankenthal Stadtbücherei: Tag der offenen Tür zum 100. Geburtstag
Hinter der Abkürzung Illumat verbirgt sich ein Illustrationsautomat. Das Gerät wandele Wünsche und Ideen in Bilder um, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtbücherei. Die Besucher des Tages der offenen Tür können demnach ihren ganz persönlichen Bilderwunsch aufschreiben und in die Maschine einzuwerfen. Schon nach wenigen Minuten erhalte man eine persönliche Illustration, sagt Gabriele Kölling. „Jede und jeder darf damit eine ganz persönliche und einzigartige Erinnerung an den Tag mit nach Hause nehmen“, kündigt die stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei an.
Blick hinter die Kulissen
Angeboten wird am Jubiläumstag noch mehr: Stündlich gibt es Führungen, bei denen die Gäste hinter die Kulissen der Stadtbücherei blicken können. Laut Mitteilung geht es dahin, „wo Besucher normalerweise keinen Zutritt haben“. An der Blue-Bot-Station können Kindern ab sechs Jahren das Programmieren der kleinen Computer ausprobieren. Kleinere Kinder dürfen beim japanischen Kamishibai-Theater, einem Papiertheater, zuschauen und sind zum Basteln eingeladen. An der Station Greenscreen-Fotografie wird erklärt, wie eine Bildmontage ensteht. Besucher können sich alleine oder in der Gruppe bei „Just Dance“ an der Switch-Konsole amüsieren oder mit Virtual-Reality-Brille in die Tiefsee abtauchen.
An zwei Infoständen werden die regelmäßigen Veranstaltungsreihen des Hauses vorgestellt. Dabei handelt es sich um das Café Wolle, einen Handarbeitstreff, und das Projekt „Miteinander Reden“, bei dem Menschen zum Deutschlernen per Konversation in der Stadtbücherei zusammenkommen. Der Weltladen ist mit einer Station zum Thema „Fair steht dir!“ vertreten. Dort gibt es Infos zu den Schattenseiten der internationalen Textilproduktion.
Herzhaftes im Lesecafé
Yvonne Vogel vom Theater Alte Werkstatt (TAW) breitet ihren „Redeschirm“ auf der Leseterrasse im ersten Obergeschoss aus. Alle digitalen Angebote der Stadtbücherei wie zum Beispiel die Onleihe, Filmfriend oder Freegal Music werden an einem Infopunkt vorgestellt. Auch der Bücherflohmarkt ist geöffnet. Wer es noch nicht getan hat, kann sich als Nutzer der Stadtbücherei anmelden und auch Medien entleihen. Der Förderverein der Stadtbücherei bietet im Lesecafé Herzhaftes, Kuchen und Getränke an.
Die „Städtische Bücherei für Stadt und Bezirk Frankenthal“ wurde am 4. September 1922 gegründet. Untergebracht war sie damals im zweiten Obergeschoss des Horn’schen Hauses, dem heutigen Erkenbert-Museum. Nach verschiedenen Stationen innerhalb der Stadt zog die Bücherei 1982 in einen Neubau in der Welschgasse 11 um, wo sie sich noch heute befindet.
Die Frankenthaler hätten ihre Bücherei von Anfang an überdurchschnittlich intensiv genutzt, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei verstehe sich das Haus als lebendiger Ort, der modernen Entwicklungen wie Onleihe und digitalem Medienangebot folge.