Frankenthal
Stadt stellt neuen Internetauftritt online
Quietschbunt war gestern: Ab sofort dominiert auf der städtischen Homepage www.frankenthal.de Blau in allen Schattierungen. Dieses Konzept hat nach Darstellung von Pressesprecherin Xenia Schandin zwei wesentliche Aspekte: Die Seite sei der offizielle Auftritt der Verwaltung im weltweiten Datennetz, deshalb solle „die Farbgebung eine gewisse Seriosität vermitteln“. Und es geht um die Lesbarkeit auf jeglichem digitalen Endgerät.
Aber nicht nur die Optik ist eine andere: Aufbau und Nutzerführung basieren auf einer Analyse der Zugriffe auf der alten Seite. Besonders oft rufen die Besucher demnach Informationen zum Standesamt oder den Abfallkalender des Eigen- und Wirtschaftsbetriebs und Stellenanzeigen der Verwaltung auf. Üblicherweise helfen bei solchen Untersuchungen auch Daten des Suchmaschinenbetreibers Google. Im Ergebnis stehen stark nachgefragte Themen jetzt weiter oben oder sind über als Symbol dargestellte Direkteinstiege anklickbar.
Farbtupfer beim Strohhutfest
Ausnahmen von der eingangs erwähnten Farbenlehre gibt es – wenn auch wohldosiert – auf einigen Unterseiten. So taucht beim Strohhutfest neben roten Akzenten auch das bekannte Männchen auf. Auch beim Kinder- und Jugendbüro darf es etwas bunter zugehen. Die wichtigste Neuerung ist das „responsive Design“ des Auftritts. Das bedeutet: Sie ist mit angepasstem Layout auf allen internetfähigen Geräten abruf- und darstellbar. „Das war überfällig“, sagt Xenia Schandin angesichts der massenhaften Verbreitung des Smartphones seit der größeren „Renovierung“ der Stadtseite 2011.
Geplant sei der sogenannte Relaunch vor diesem Hintergrund schon länger gewesen, sagt die Pressesprecherin. In die konkrete Arbeit an der jetzt live geschalteten Website sei es dann Ende 2019 gegangen. Weil die technische Grundlage und Programmierung des aktuellen Auftritts ein völlig anderer sei, habe einiges an Inhalt händisch übertragen werden müssen. Dass es Zeit für Erneuerung war, das sieht auch Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) so: „Frankenthal erhält somit eine moderne digitale Visitenkarte – ein neues Eingangstor – für unsere Bürger und Besucher“, lässt er sich in einer Pressemitteilung zitieren. Hebich lobt vor allem die als wiederkehrendes Element genutzte Silhouette im Hintergrund. Wormser und Speyerer Tor sind zu erkennen, aber auch das Rathaus, die Stadtkirchen, das Congress-Forum und das Erkenbert-Museum.
Tipp: Alte Browserdaten löschen
Augenfällig ist die veränderte Bildsprache: auf der Startseite in Form einer Fotoleiste mit wechselndem Inhalt. Die Grundstruktur liefern die Menüpunkte darüber: Rathaus, Themen, Kultur und Wirtschaft. Und wer sich fürs politische Geschehen in Frankenthal interessiert, der findet einfacher als bisher Sitzungstermine kommunaler Gremien. Einen Tipp für Nutzer hat die Stadt auch: Sie sollten alte Internetbrowserdaten löschen, um Fehlermeldungen vorzubeugen.