Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt: Schulsport in allen Hallen möglich

Sportunterricht unter Corona-Bedingungen: Seit den Sommerferien war die Stadt damit beschäftigt, alle Hallen und die dazugehörig
Sportunterricht unter Corona-Bedingungen: Seit den Sommerferien war die Stadt damit beschäftigt, alle Hallen und die dazugehörigen Umkleidekabinen durchzuchecken, ob das möglich ist

Nach den Sommerferien konnten die Frankenthaler Schüler bei meist großartigem Wetter problemlos draußen Sport machen – der Idealfall unter Corona-Bedingungen. Aber was ist mit den Turnstunden während der kühleren Monate, die jetzt kommen, wenn das Training wieder häufiger in der Halle stattfinden muss? Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) konnte die Sorgen seiner Parteifreunde zerstreuen.

Die hatten nämlich eine entsprechende Anfrage im Schulträgerausschuss gestellt – weil Gerüchte in der Stadt die Runde machten, in einzelnen Sporthallen könne wegen mangelnder oder fehlender Belüftung nicht unterrichtet werden. Um das herauszufinden, habe die Verwaltung in den zurückliegenden zwei bis drei Wochen alle Hallen geprüft, erklärte der Beigeordnete und Schuldezernent Bernd Leidig (SPD). Das Ergebnis unterm Strich: Es können alle inklusive der dazugehörigen Umkleide genutzt werden.

Der für den Bereich Gebäude und Grundstücke verantwortliche Bürgermeister Knöppel erläuterte, dass es einen Leitfaden des Landes gebe, wonach Sport im Freien dem Training in Hallen vorzuziehen sei. Sei das nicht möglich, dann greifen nach seiner Darstellung zwei Faktoren: die zur Verfügung stehende Fläche pro Kind und die Belüftung.

Fünf Quadratmeter pro Kind

Nach mehreren Treffen – darunter auch eine Konferenz mit den Hygienebeauftragten der Schulen – und einigen Ortstermine, bei denen die Gegebenheiten in Hallen und Umkleidekabinen unter die Lupe genommen worden seien, habe die Verwaltung grundsätzlich grünes Licht geben können, sagte Knöppel. Allerdings aber auch mit ein paar Einschränkungen: So dürften in der Peter-Trump-Halle an den Gymnasien nur zwei statt drei Gruppe gleichzeitig trainieren. An der Lessing- und der Erkenbert-Grundschule drohten zunächst auch Einschränkungen, berichtete Knöppel.

Der Hintergrund: In bislang gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes war festgelegt, dass pro Sportler mindestens zehn Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen müssten. In dem nun in Kraft gesetzten Regelwerk sinkt dieser Wert auf fünf Quadratmeter pro Person. Das bedeutet: Auch in den Hallen der genannten Grundschulen können jetzt wieder 22 bis 23 Kinder am Unterricht teilnehmen. Das Arbeitspensum im Rathaus bis zu diesem Stand war, wie Beigeordneter Leidig ergänzte, „erheblich“.

Übers Schwimmen wird noch geredet

Eine Frage mit Blick auf die sportliche Betätigung der Frankenthaler Kinde rund Jugendlichen ist noch ungeklärt: Kann es unter den aktuellen Voraussetzungen Schwimmunterricht geben? Zu diesem Thema sollen Gespräche zwischen der Stadt, den Stadtwerken als Betreiber des Ostparkbads und den Aufsichtsbehörden stattfinden, sagte Bernd Leidig. Sabine Schanz, Leiterin des Albert-Einstein-Gymnasiums, machte darauf aufmerksam, dass Schwimmen nicht nur eine wichtige Grundfertigkeit für jüngere Kinder, sondern für die Abiturienten auch prüfungsrelevant sei.

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