Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt lässt Friedhöfe von Sicherheitsdienst bewachen

Zu Begräbnissen auf den Frankenthaler Friedhöfen ist derzeit nur ein begrenzter Kreis von Besuchern zugelassen.
Zu Begräbnissen auf den Frankenthaler Friedhöfen ist derzeit nur ein begrenzter Kreis von Besuchern zugelassen.

Die Stadt Frankenthal lässt ihre Friedhöfe bis auf Weiteres an Werktagen von einem Sicherheitsdienst bewachen. Das hat Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) auf Anfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt. Ziel sei es, dass Besucher die derzeit für Bestattungen gültigen Corona-Regeln einhalten.

Neben dem Einhalten des Mindestabstands von anderthalb Metern heißt das für den Hauptfriedhof nach Auskunft des Bürgermeisters: An Trauerfeiern und anschließenden Beisetzungen dürfen derzeit 18 Gäste teilnehmen. Grundlage dieses Limits ist die maximal zulässige Personenanzahl in der Trauerhalle. Bislang seien Angehörige von Verstorbenen mündlich auf diese Vorgabe hingewiesen worden, zusätzlich werde das jetzt auch schriftlich geschehen, so Knöppel.

Mehrfach Verstöße registriert

Dass die Stadt jetzt sogar die Friedhöfe von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes bestreifen lässt, hat seinen Grund: Offenbar ist es in der zurückliegenden Zeit mehrfach zu Zwischenfällen gekommen, die der Verwaltung angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen nicht mehr akzeptabel erschienen. Sowohl der Stadt als auch der RHEINPFALZ lag beispielsweise der Bericht eines anonymen Augenzeugen vor. Demnach hätten sich bei einem muslimischen Begräbnis vor gut drei Wochen etwa 90 Männer – über längere Zeit dicht gedrängt – auf dem Hauptfriedhof versammelt. Er gehe davon aus, dass die Schilderung zutreffe, sagt Bernd Knöppel.

Zusätzliche Schilder angebracht

Die Sicherheitsleute werden künftig montags bis donnerstags jeweils von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr auf denn Friedhöfen „Präsenz zeigen“ und für die Einhaltung der aktuellen Vorschriften sorgen. Zusätzlich werde am Zugang zum jeweiligen Gelände noch einmal auffälliger mit Schildern auf das Abstandsgebot aufmerksam gemacht, erklärte Bürgermeister Knöppel. Wie lange der Security-Einsatz laufen soll, ließ er offen: „Wir müssen schauen, wie sich die Situation entwickelt.“

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