Frankenthal Spiel des Jahres für VfR-A-Jugend

Christian Stegmaier, Trainer der U19 des 1. FC Kaiserslautern, erwartet, dass sich sein Team heute für die nächste Runde im Verb
Christian Stegmaier, Trainer der U19 des 1. FC Kaiserslautern, erwartet, dass sich sein Team heute für die nächste Runde im Verbandspokal qualifiziert.

«FRANKENTHAL.» VfR Frankenthal gegen 1. FC Kaiserslautern – es gab Zeiten, da hatte dieses Südwestderby einen tollen Klang im Fußball. Heute trennen die Vereine fast Welten. Die A-Jugend des VfR trifft heute Abend (Anpfiff: 19 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz im Ostparkstadion im Achtelfinale des Verbandspokals auf die U19 des 1. FC Kaiserslautern.

Für die A-Junioren des VfR Frankenthal dürfte es das Spiel des Jahres sein. Für den 1. FC Kaiserslautern müsste es unter Normalbedingungen ein netter Ausflug in die Vorderpfalz mit einem Training unter Wettkampfbedingungen sein. Drei Klassen trennen die Teams. Der VfR spielt in der Landesliga, der FCK in der Bundesliga. Doch Wunder gibt es ja angeblich immer wieder, weiß nicht nur VfR-A-Jugend-Trainer Matteo Randazzo. Er freut sich mit seinen Kickern auf dieses Spiel. Es sei eine schöne Sache für jeden, der zum Einsatz komme, doch er werde sein Team darauf vorbereiten, dass es möglich ist, dass der FCK sehr schnell seine Dominanz in Tore umsetzen kann. Dann dürften seine Spieler nicht den Kopf hängen lassen, sondern müssten weiterspielen. „Wir wollen solange wie möglich die Null halten. Wir wollen uns ordentlich präsentieren, als Mannschaft auftreten, 120 Prozent geben.“ Er wolle nicht haushoch verlieren, verspricht der Trainer. Man werde sich mit allen Kräften wehren. Und Randazzo ist sich sicher, dass seine Jungs zu der einen oder anderen Chance kommen: „Wir haben schnelle Offensivleute.“ Bewusst sei das Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vom Trainer erst einmal klein gehalten worden, da der Ligaalltag im Vordergrund stehe. Jetzt sorge das Spiel allerdings für Gesprächsstoff. Randazzo ist stolz auf seine A-Jugend. Alle würden gut mitziehen. „Das hat bisher sehr gut geklappt.“ Deshalb schmerzt es ihn, dass er einigen Akteuren für dieses besondere Spiel sagen musste, dass sie nicht im Kader stehen. „Ich darf nur 18 Leute benennen“, sagt Randazzo. Neben den elf Spielern, die am Anfang auf dem Platz stehen, dürfe er zudem nur weitere vier einwechseln, sodass noch einmal mindestens drei aus dem Kader nicht zum Zug kommen. Dafür dürfen die VfR-Bambini mit an der großen Fußballluft schnuppern und mit den Mannschaften auf den Platz laufen. „Für den Verein ist es ein Event, für die Mannschaft eine Erfahrung“, sagt Randazzo. Die A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern hatte in den vergangenen Wochen laut Co-Trainer Christian Stegmaier ein hartes Programm. Am Montag, während Trainer Alexander Bugera die Profis bei ihrem Auswärtsspiel bei Union Berlin betreute, hatte die Mannschaft trainingsfrei. Stegmaier weiß noch nicht, ob der FCK bei diesem Spiel rotiert. „Wir haben uns bisher noch nicht mit dem Pokalspiel beschäftigt“, gibt Stegmaier zu. Das sollte erst am gestrigen Abend geschehen. Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart waren die letzten Stationen des FCK, nun geht’s nach Frankenthal. „Ich kenne die Mannschaft des VfR Frankenthal nicht. Aber der Fokus muss auf unserem Spiel liegen. Wir wollen den Ball schnell laufen lassen, die Spieler sollen Spaß am Spiel haben“, sagt Stegmaier. Man wolle den FCK gut repräsentieren. Es sei allen klar, dass bei einer ordentlichen Leistung die Tür zur nächsten Pokalrunde offen stehen müsste.

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