Frankenthal
Soldaten der Bundeswehr packen in Pflegeheimen mit an
Nicht nur in Frankenthal hatten Einrichtungen zuletzt über personelle Probleme geklagt, die mit der Einführung regelmäßiger Tests für Mitarbeiter und bei Besuchern der Heime entstanden waren. Drei der fünf Häuser bekommen nun auf Antrag von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) dafür personelle Hilfe der Bundeswehr. Sechs Soldaten aus der Artillerieschule Idar-Oberstein helfen ab Montag in den Einrichtungen. Sie sollen den Pflegekräften bei Schnelltests, aber auch darüber hinaus bei allgemeinen Aufgaben unter die Arme greifen. Eingesetzt sind die Soldaten zunächst im Hieronymus-Hofer-Haus, in der Pro-Seniore-Residenz Frankenthaler Sonne und im Senioren-Zentrum Haus Edelberg.
Dank an Verbindungsoffizier
„Ich danke unserem Verbindungsoffizier für die schnelle Hilfe und unkomplizierte Zusammenarbeit“, zitiert die Stadt den OB in einer am Freitag verbreiteten Pressemitteilung. Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) berichtet demzufolge, dass der von ihm verantwortete Bereich Familie, Jugend und Soziales seit Beginn der Corona-Pandemie mit Pflegeheimen und weiteren Kooperationspartnern im Austausch stehe: „Ziel dieser Abstimmungen ist es, gemeinsam praktikable Lösungsansätze für pandemiebedingte Fragestellungen zu finden.“
Auf diesem Weg sei auch der Wunsch nach externer Unterstützung an die Verwaltung herangetragen worden, so die Stadt. Nach Rücksprache mit Ferdinand Fiege, als Reserveoffizier Leiter des Kreisverbindungskommandos Frankenthal, habe die Stadt dann den Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt. Der Einsatz erfolgt im Rahmen der grundgesetzlich festgeschriebenen Amtshilfe. Die Kreisverbindungskommandos wiederum sind fester Bestandteil des örtlichen Katastrophenschutzes.
Auch örtliche Helfer in Häusern engagiert
Verbunden mit dem Dank an die Bundeswehr unterstreicht Bernd Leidig: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Pflegeheime mit konkreten Maßnahmen zu unterstützen. Denn wir haben große pandemiebedingte Herausforderungen zu meistern.“ In diesem Zusammenhang dankt der Beigeordnete den Frankenthaler Hilfsorganisationen DLRG, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst, die die Heime ebenfalls unterstützten.