Fußball
SG Maudach zieht mit Sieg gegen FC Arabia Frankenthal ins Pokalfinale ein
Wenn ein Fußballspiel regulär um 19 Uhr angepfiffen werden soll, es aber erst deutlich nach 21 Uhr endet, dann könnte das darauf hindeuten, dass es ereignisreich war. Dass lässt sich im Fall des Kreispokal-Halbfinalspiels am Dienstagabend zwischen dem FC Arabia Frankenthal und er SG Maudach zumindest für die zweite Halbzeit nicht sagen. Viel Leerlauf, viele Unterbrechungen, keine Tore, dafür Redebedarf. Beide Mannschaften hatten sich vor der Partie auf das Favoritenschild gehoben. 1:2 (1:2) gewann die SG Maudach gegen den letzten Vertreter aus der C-Klasse im Wettbewerb in der regulären Spielzeit. Die dauerte aber in der zweiten Halbzeit gut 15 Minuten länger als gewohnt. Selbst der Schiedsrichter sprach von der längsten zweiten Halbzeit, die er geleitet habe.
Doch warum wurde so viel konferiert auf dem Platz? Eisiger Wind, Graupel, Regen waren nicht der Rahmen, der für längere Pausen sprach. Ergebnis der Besprechung mit den Mannschaftsführern: Die Ordner mussten ihren Platz verlassen. Die spätere Konferenz der Unparteiischen unter sich blieb ohne Konsequenzen. Auf Nachfrage nach Spielschluss meinte Schiedsrichter Andreas Enckler nur: „Das war der Drei-Stufen-Plan. Mehr sage ich nicht.“ Der Drei-Stufen-Plan wurde laut Information des Deutschen Fußball-Bundes entwickelt, um bei diskriminierenden Vorfällen jeglicher Form einschreiten zu können. Die dritte Stufe ist demnach gleichbedeutend mit dem Spielabbruch. Zumindest die wurde nicht gezündet.
Kurioser Siegtreffer für Maudach
Es wurde auch gekickt. Die Gastgeber waren schnell gut im Spiel. Sie agierten motiviert. Bei aller Leidenschaft wirkten aber viele Aktionen zu hektisch und überhastet. Trotzdem hätten Arabia bereits nach fünf Minuten in Führung gehen können, als Adnan Abdel-Ghani frei vor SG-Torwart Joshua Geist auftauchte, aber an diesem scheiterte. Nach etwa zehn Minuten befreite sich Maudach von dem Anfangsdruck der Gastgeber. Nach einer Viertelstunde gingen die Gäste in Führung. Als Arabia bei einem Freistoß von der rechten Strafraumgrenze mit einer Flanke vor das Tor rechnete, legte Tobias Keller den Ball in den Rückraum. Sascha Kohlmayer verwandelte durch die vielbeinige Abwehr zum 0:1. Doch Arabia machte mit dem gleichen Elan weiter und kam zu Chancen. Nach einer schönen Flanke von links glich Schadi Abdul-Ghani per Kopfball (35.) aus.
Es folgte die beste Phase der Gastgeber. Doch auch Großchancen wurden nicht genutzt. Ein kurioses Tor brachte die SG noch vor der Pause erneut in Front. Kapitän und Spielertrainer Dominik Schmitt flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum. Der Ball senkte sich hinter dem verdutzten FC-Keeper Furkan Gezer ins Tor. Schmitt gestand nach der Partie lächelnd ein, dass das so nicht geplant war. „Aber ich habe es gerne mitgenommen.“ Schmitt hatte zuvor schon Glück. Bei einer Aktion (25.) fuhr er an der Seitenlinie den Ellenbogen schlagartig gegen einen Gegenspieler aus. Das hätte ein Platzverweis sein können. Der Schiedsrichter beließ es bei einer Gelben Karte.
Arabia hat nach der Pause kaum Chancen
Das Pokalspiel war entschieden, weil in der zweiten Halbzeit zu wenig Fußball gespielt wurde, Arabia kaum zu Chancen kam und Maudach beste Kontergelegenheiten schlecht ausspielte. Dass sein Team zu hektisch war, dass gestand Arabia-Trainer Manuel Lochbrunner ein. „Wir haben zu wenig Fußball gespielt, haben uns nicht belohnt“, so sein Fazit. Er kennt die Situation. In der vergangenen Saison scheiterte er mit dem SV Schauernheim im Kreispokal-Halbfinale gegen die TSG Eisenberg.