Handball RHEINPFALZ Plus Artikel SG Lambsheim/Frankenthal überrascht den Tabellendritten

Isabell Unterweger (SG) erfährt zupackende Zuwendung.
Isabell Unterweger (SG) erfährt zupackende Zuwendung.

Die SG Lambsheim/Frankenthal fand auch ohne ihren aufgrund eines Trauerfalls verhinderten Trainer Jürgen Voigt nach dem Remus gegen das Schlusslicht FSG Ketsch/Friesenheim gegen die FSG Kaiserslautern/Dansenberg die richtige Antwort.

Die SG-Mannschaft wurde von Saskia Leßmann, stellvertretendes Vorstandsmitglied des HSC Frankenthal, einer der beiden Stammvereine der SG, betreut. Sie schien ein feines Händchen gehabt zu haben, denn die SG, die sich vor Wochenfrist beim bisher erfolglosen Schlusslicht mit einem Unentschieden zufriedengeben musste, setzte sich sicher gegen die Westpfälzerinnen durch.

Trainer Jürgen Voigt hatte seiner Mannschaft zwei Hausaufgaben für das Spiel mitgegeben: zum einen in der Abwehr enger zusammenrücken, zum anderen die technischen Fehler reduzieren. Seine Spielerinnen schienen gut zugehört zu haben. Denn früh stellte die SG die Weichen auf Sieg, obwohl sich die Mannschaft den Luxus leistete, bis zur 17:13-Halbzeitführung drei Siebenmeter zu vergeben. In Halbzeit sollten zwei weitere vergebene Großchancen hinzukommen. Doch am Ende geriet der 31:29-Heimerfolg zu keiner Sekunde in Gefahr zu geraten. Nach dem Treffer durch Mara Wolf, die erste Spieleinsätze nach ihrer Fingerverletzung hatte, zum 31:27 war der Drops endgültig gelutscht.

Stolperstein für Topteams

„Mit großem Siegeswillen und Entschlossenheit schafften wir es, den Vorsprung zu verteidigen“, fasste Spielerin Chantal Wingerter, die sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen durfte, die gezeigten Leistungen zusammen. Marie Eberhard (7 Treffer) und Isabell Unterweger (6/2 Treffer) bewiesen abermals ihre Torgefährlichkeit. Florentine Geibel im Gehäuse der SG strahlte abermals viel Ruhe aus und parierte mehrfach glänzend. So fand die Mannschaft stets die passenden Lösungen gegen die Versuche der Westpfälzerinnen, die das Spiel unbedingt drehen wollten.

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken darf man gespannt sein, wie sich die Mannschaft zum Hinrundenabschluss vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenprimus TV Hauenstein (12:2 Punkte) präsentiert. Mit 9:7 Punkten auf dem Konto und Rang fünf in der Tabelle liegt der Aufsteiger im Soll. Spannend macht es auch die Tatsache, dass sich die Voigt-Sieben gerade für die Top-Mannschaften der Liga bisher als Stolperstein erwies. War es erst der Tabellenzweite HSG Dudenhofen/Schifferstadt, der das Nachsehen hatte, so musste sich diesmal der Ligadritte geschlagen geben. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass sich nahezu alle Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen durften, dies macht die Mannschaft noch weniger ausrechenbar.

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