Frankenthal
Seniorenbeirat will Besuchsdienst einrichten
Erich Schwarz, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirats Frankenthal, informierte in der Sitzung des Gremiums am Donnerstag über ein Gespräch des Beiratsvorstands mit den Gemeindeschwestern plus. „Die Schwestern besuchen regelmäßig Senioren, die noch keinen Pflegegrad haben“, sagte Schwarz. Dabei hätten sie festgestellt, dass Einsamkeit ein großes Thema sei. Sie suchten deshalb Menschen, die diese Senioren besuchten, sich mit ihnen unterhielten, ein bisschen Zeit mit ihnen verbringen. Hilfe leisteten etwa auch Institutionen, die private Pflege wie Alltagsbetreuung anböten. Aber die sei sehr teuer, lautete ein Einwand aus dem Gremium.
Es kam auch der Hinweis auf bestehende Angebote wie Seniorentreffs. Doch viele Senioren, merkte Seniorenbeirat Jutta Hartmann an, die keinen Pflegegrad haben, seien nicht zu 100 Prozent mobil. Als Beispiel nannte sie eine Wohnung im mehrstöckigen Mehrfamilienhaus ohne Aufzug. Treppe runter, Treppe rauf, das mache den Menschen Probleme, sie blieben zu Hause statt etwas zu unternehmen und fühlten sich einsam. Und aus langen Einsamkeitsphasen erwachse eine Depression. Was mitunter auch zu Verwahrlosung führe, gab ein Beiratsmitglied zu bedenken.
„Beeindruckt, dass so viele mitmachen“
Einzige Alternative: ehrenamtliches Engagement. Das hätten einige Beiratsmitglieder gleich gerne groß aufziehen wollen mit Informationen über ein Besuchsangebot und Kontaktstelle für jene, die einsam sind, und jene, die gerne helfen möchten. Doch, sagte Schwarz, das Angebot solle erst einmal ein kleiner Anfang aus dem Seniorenbeirat heraus sein, erst mal anlaufen. Die Gemeindeschwestern plus würden Betroffene nennen und Beiratsmitglieder Besuchsdienste übernehmen. Und dafür gab es recht viele Meldungen. Erich Schwarz war „beeindruckt, dass so viele mitmachen“. Der Vorstand habe das Thema zunächst nur vorstellen, darüber sprechen und Tipps finden wollen für Wege aus der Einsamkeit.