Frankenthal
Segeln: Saarbrücker Duo gewinnt Lioner-Regatta auf Silbersee
30 Segler waren am Wochenende bei der Lioner-Regatta des WSV Roxheim am Start. Und diesmal blies – im Gegensatz zu den Wettfahrten davor – der Wind sehr kräftig. Für manche sogar zu kräftig. Zehn Segelboote der 517er-Klasse und fünf Ausgleicher maßen sich in vier Wettfahrten, in denen die 517er-Bootsklasse um Ranglistenpunkte fuhr.
Endlich, mögen sich die Segler am Wochenende auf dem Silbersee bei Bobenheim-Roxheim gedacht haben. Endlich wieder Wind. Denn bei den vergangenen Wettfahrten auf dem Revier in der Vorderpfalz war häufig Flaute zu verzeichnen. Doch fehlende Windstärken waren diesmal nicht das Problem.
Wegen der unterspülten Slipanlage mussten sich die Segler erst einmal eine geeignete Stelle suchen, um die 450-Kilogramm schweren Boote ins Wasser zu lassen. Als dies geschafft war, ging es sofort stürmisch los. Der Wind – mit heftigen Drehern und Böen – führte noch vor dem Start zu einer Paradekenterung des Flying-Dutchman-Seglers Moritz Richter, der für den Kanu- und Segelclub Frankenthal (KCF) an den Start ging.
Und auch Wilfried Haas vom KCF erwischte es. Eine Böe traf sein Boot so unglücklich, dass es beschädigt und anschließend an Land geschleppt werden musste. Das geschah kurz nach dem Start. Für die Sicherheit auf und neben dem Wasser sorgten die DLRG Frankenthal sowie zwei Rettungsboote vom KCF und auch vom Wassersportverein Roxheim.
Besser lief es für Moritz Richter. Er war zum ersten Mal mit Martin Koser unterwegs und durfte gleich jubeln. Die beiden Frankenthaler Segler gewannen die Ausgleicher-Wertung. In der 517er-Klasse sicherten sich Reinhard Harig und Peter Mees vom Yachtclub Saarbrücken den ersten Platz. Bei vier Wettfahrten gelangen dem Duo vier Bestzeiten. Zweite wurden Heinz Dochnahl und Immo Cornils vom Kanu- und Segelclub Frankenthal. Karl Wilhelm und Priscilla Linz vom Gastgeber WSV Roxheim patzten bei der ersten Wettfahrt und landete schließlich auf dem dritten Platz.