Fußball
SC Bobenheim-Roxheim vor Rückrundenauftakt: Junges Team braucht noch Zeit
Es geht gegen Eintracht Lambsheim. An den Hinspielerfolg erinnert sich Prehn sicher noch gerne. Der Sieg war jedoch einer der wenigen Höhepunkte in der durchwachsenen Hinrunde des Bezirksliga-Absteigers. Die Vorbereitung auf die erste Begegnung nach der Hinrunde dürfte für SC-Trainer Norbert Prehn schwierig gewesen sein. Mit der Eintracht kommt am Wochenende eine absolute „Wundertüte“ an den Binnendamm. Zahlreiche Spieler verließen den Klub und ebenso viele neue begrüßte der Trainer der Gäste, Matthias Bonifer.
Dieser Umstand macht es für Prehn natürlich nicht einfacher. „Ich weiß nicht, was da auf uns zukommt. Die Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen haben keine Aussagekraft“, sagt der Übungsleiter des SC.
Gute Vorbereitung
Er hofft auf eine gute Vorstellung seiner Mannschaft, die eine gute Vorbereitung hinter sich habe, versichert Prehn. „Die Jungs haben gut zusammengearbeitet. Wir hatten ja lange Zeit. Das war wirklich gut“, berichtet Prehn. Der einzige Makel an der Winterpause waren die Freundschaftsspiele. Sieben Partien zum Testen hatte das Team aus der A-Klasse geplant, lediglich zwei fanden tatsächlich statt. Ob der SC trotzdem eingespielt ist, muss er dann am Wochenende zeigen. Veränderungen gab es im Winter nur wenige. Lediglich zwei Abgänge habe es mit Maximilian Haltenberger (Schwarz-Weiss Frankenthal/A-Klasse) und Jan Butzal (VfB Haßloch/Landesliga) gegeben, sagt der Coach. „Für sie müssen jetzt andere in die Bresche springen“, sagt Prehn.
Neuzugänge meint er damit nicht, denn Verpflichtungen von außerhalb gab es keine. „Ich finde es gut, dass die Spieler nicht in der Winterpause wechseln. Das ist eine gute Einstellung. Für den Sommer sind wir dran“, verrät der Trainer. Prehn wirft trotz des bevorstehenden Auftakts auch einen Blick zurück und ärgert sich über den manchen Punktverlust. „Wir haben einige Partien verloren, die wir nicht hätten verlieren müssen. Da hat uns oft die Kraft und die Ausdauer gefehlt“, bemängelt der Coach.
Ausgeglichene Bilanz
Die fehlende Fitness dürfte mit ein Grund dafür sein, dass Bobenheim-Roxheim nach 15 Begegnungen nur im Mittelfeld der Tabelle steht. Man stehe auf einem gefestigten Mittelfeldplatz, das sei okay so, erklärt der Trainer. Dessen Bilanz ist mit sechs Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen tatsächlich enorm ausgeglichen. Zufrieden dürfte Prehn damit allerdings nicht sein. Vor allem nicht nach dem durchaus erfolgreichen Saisonstart mit elf Punkten aus den ersten fünf Partien.
Doch nach und nach kamen die ersten Niederlagen und schwächeren Spiele beim SC. „Wir wurden relativ schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Wir hatten uns das wirklich anders vorgestellt“, gibt Prehn zu. Im Sommer 2022 gab er das Ziel aus, Platz fünf erreichen zu wollen. Unmöglich ist das gewiss nicht, aber auch Prehn weiß, dass sein (sehr) junges Team möglicherweise noch eine oder zwei Saisons benötigt, um ihr volles Potenzial abzurufen. Die Ausschläge nach oben hatte es bereits in der Hinrunde gegeben. Die vielen Youngster haben dabei gezeigt, dass sie es können. Vor allem Offensivkräfte wie Fabio Ranscht (7 Treffer), Max Prehn (5), Jakob Pollok (5), Jonas Vogel (5), Domenic Koch (4) und auch Yannis Pusch (4) sind nicht nur erfolgreich, sondern auch jetzt schon enorm wichtig für das Team.
Basis ist da
Und selbst, wenn es am Ende nicht zu Platz fünf genügen sollte: Die Basis scheint da zu sein, um auf kurz oder lang wieder um den Aufstieg in die Bezirksliga mitzuspielen. Aber auch nur dann, wenn die Mannschaft sich gemeinsam entwickeln kann. Dabei wird der SC wohl auch Rückschläge hinnehmen. Gegen die Eintracht dürfte das bei der Ausgangslage allerdings nicht passieren.