Fußball
SC Bobenheim-Roxheim und TuS Dirmstein mit Punkteteilung zufrieden
Auf die Frage, ob man ihm zum Unentschieden gratulieren dürfe, antwortete Norbert Prehn, Trainer des SC Bobenheim-Roxheim mit einem klaren „Ja, von uns erwartet ja keiner was. Ich bin stolz auf meine Jungs. Die haben einen geilen Fußball gespielt, haben zusammen agiert und viel miteinander gesprochen. Manchmal kam der jugendliche Leichtsinn noch durch, aber ich fand’s insgesamt super.“ Seine Mannschaft musste schon in der neunten Minute den Gegentreffer durch Marius Schafhaupt hinnehmen, zeigte sich davon aber nicht geschockt. Vielmehr erspielte sich der SC ein Übergewicht, wobei im Mittelfeld vor allem Yunus Hakan Kavak glänzte.
Der 30-Jährige, der vom FC Hochstätt Türkspor Mannheim kam, weil er nach seinem Umzug nach Beindersheim einen Verein in der Nähe suchte, war die Schaltstelle im zentralen Mittelfeld. Mit viel Übersicht und Cleverness ordnete er das Spiel, eroberte viele Bälle und war seinerseits kaum vom Ball zu trennen, agierte dabei aber nie eigensinnig, sondern stets mannschaftsdienlich. „Da bin ich stolz drauf, dass wir ihn überreden konnten, zu uns zu kommen, weil’s einfach ein brutal geiler Kicker ist, der wirklich zu uns passt“, schilderte Norbert Prehn.
Biss vermisst
„Ich kenne die Liga noch nicht so gut, ehrlich gesagt, aber ich weiß, dass Dirmstein zu den besseren Mannschaften gehört. Es war ein faires Spiel, fast ausgeglichen, aber zufrieden kann man mit einen Punkt auch nicht sein, denn wir wollen gewinnen“, betonte Kayak. Diesen Willen merkte man den Gastgebern vor allem ab der Mitte der ersten Halbzeit an, als sie das Spiel kontrollierten und durch Jonas Vogel (33.) zum verdienten Ausgleich kamen. „Wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt, aber nicht so viele Chancen herausgespielt wie erwünscht. Bobenheim-Roxheim hat’s aber auch gut verteidigt, war extrem tief gestanden“, kommentierte Dennis Pfeiffer, der gemeinsam mit Thomas Gomola den TuS Dirmstein trainiert.
Was Pfeiffer nicht gefiel war, dass seine Mannschaft das Spiel Mitte der ersten Halbzeit aus der Hand gab. „Da haben wir im Zentrum die zweiten Bälle nicht gewonnen, da waren wir in der Vorbereitung besser, giftiger und bissiger“, erkannte er. Das änderte sich aber im zweiten Durchgang, als die Gäste den Druck erhöhten und mehrere hochkarätige Torchancen hatten. Dafür bestraft wurden die Dirmsteiner nach einem Ballverlust im Mittelfeld durch Kevin Bernhardts Gegentreffer zum 2:1 für den SC (79.). Aber Dirmstein schlug noch einmal zurück und kam durch Schafhaupts zweites Tor zum 2:2 (89.). „Das war eine Willenssache, wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben“, lobte Pfeiffer, der angesichts des Spielverlaufs mit einem Zähler zufrieden war. Auch Norbert Prehn war nach dem Schlusspfiff guter Dinge. „Das war ein schönes Spiel, um in die Runde reinzukommen“, sagte der SC-Trainer.