Spiel des Tages
SC Bobenheim-Roxheim holt Punkt in Eisenberg
Die Fußballer des SC Bobenheim-Roxheim hat in der Winterpause wichtige Spieler verloren. Trainer Norbert Prehn verkündete zudem, dass er zu Saisonende nach 18 Jahren sein Traineramt abgeben wird. Beim Restart in der A-Klasse Rhein-Pfalz am Sonntagnachmittag spielte der SC Boro aber gut und verpasste nur knapp einen Sieg.
„Wir haben uns leider nicht belohnt. Schade, wenn der Schiedsrichter in einer Offensivaktion kein Abseits pfeift, dann wären wir hier wohl als Sieger vom Platz gegangen“, sagte Norbert Prehn nach dem 2:2 (1:0) vor 90 Zuschauern im Auswärtsspiel bei der TSG Eisenberg. Die Situation, die Prehn sauer aufstieß, ereignete sich in der 52. Minute. Moussa Keita schloss einen Konter mit einem Treffer ab. Doch Schiedsrichter Andreas Enckler versagte dem SC das Tor wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung. Es wäre das 2:0 gewesen. „Das war kein abseits, da hat der Schiedsrichter nicht richtig entschieden“, echauffierte sich Prehn nach dem Spiel.
Reinwalds Konter
Der SC Bobenheim-Roxheim war im ersten Durchgang durch den Treffer nach einem schönen Angriff in Führung gegangen. Denis Reinwald schloss den Konter zum 1:0 (12.) für die Mannschaft von Trainer Norbert Prehn ab. Doch die TSG Eisenberg wirkte im ersten Durchgang optisch überlegen, verpasste es aber, noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. Nach dem Seitenwechsel drängten die Platzherren dann gleich auf das 1:1.
Nach dem Bobenheimer Abseitstor schoss der Eisenberger Spieler Freddy Wohnsiedler den Bobenheimer Reinwald an. Dessen Arm schaute im eigenen Strafraum raus. Der folgende Strafstoßtreffer von Richard Arnold zum Ausgleich in der 53. Spielminute drehte das Momentum in Richtung Eisenberg – bis eben kurz danach der TSG-Torschütze nach einem bösen Tritt wegen einer Tätlichkeit vom Platz flog (56.).
Wechselvolles Spiel
Nur drei Minuten nach dem Platzverweis flankte der Bobenheimer Pechvogel Reinwald in den TSG-Sechzehner. Die Abwehraktion des Eisenberger Spielers Claudio Meyer ging schief, der Ball kullerte unhaltbar für seinen Keeper Luc Simon Eiden ins eigene Netz. Bobenheim war wieder vorne und die Eisenberger lagen mit 1:2 (58.) zurück. Plötzlich hatte der SC wieder Oberwasser – und Pech, dass Leon Lampert mit einem Freistoß nur die Oberkante der Querlatte traf (64.). In der Folge machte die TSG aber wieder Druck und kam durch einen sehr schönen Heber von Wohnsiedler in der 70. Minute zum erneuten Ausgleich.
In der Schlussphase spielten beide Teams auf den dritten Treffer. Der Eisenberger Oliver Lemm sah nach einem Schubser ebenfalls bei den Platzherren die Rote Karte (90.). Der SC kam nicht mehr in den Genuss, den Zwei-Mann-Vorteil auszunutzen. Kurze Zeit später war die Partie beendet.
Blick nach unten
TSG-Spielertrainer Florian Diehl sagte: „Ich bin nicht zufrieden, wir waren besser, aber die beiden Roten Karten waren unnötig, das Unentschieden geht letztlich in Ordnung.“
„Unsere Worms-Connection um Torjäger Kevin Bernhardt ist zum TuS Neuhausen. Das waren vier wichtige Spieler, auch meine beiden bisherigen Innenverteidiger, das müssen erst einmal kompensieren“, sagte der Bobenheimer Coach Norbert Prehn nach Spielschluss.
Der SC-Trainer selbst verlässt ja ebenfalls den Verein. „Das Schöne ist aber, dass der SC viele junge Spieler hat. Die baue ich in der Restrunde auch konsequent ein. Hier gegen Eisenberg hat das schon sehr gut funktioniert, wir arbeiten weiter dran“, sagte der Trainerfuchs, der nach unten schaut: „Wir wollten den Punkteabstand auf Eisenberg verteidigen, das haben wir auch geschafft. Das war wichtig.“