Fußball
SC Bobenheim-Roxheim besiegt im Kreispokal VfR Frankenthal
Der Jubel bei den Platzherren nach dem Sieg war groß. Der SC Bobenheim-Roxheim hatte zwei Matchwinner. Stürmer Kevin Bernhardt, der mit dem 1:0 in der Verlängerung die Weichen auf Sieg stellte und vor allem in Torwart einen überragenden Sven Junkert, der die Frankenthaler mit seinen unzähligen Paraden zur Weißglut trieb.
„Wir haben uns sehr gut auf den VfR eingestellt. Spielerisch fand ich die Frankenthaler nicht besser als uns. Sie haben viel mit langen Bällen operiert, ab und an hatten wir halt Lücken, aber unser Torwart hat einfach super gehalten“, befand Torschütze Bernhardt, der betonte: „Es gibt nichts Schöneres ein Derby-Pokalerfolg am Dienstagabend vor dieser tollen Kulisse gegen den VfR Frankenthal. Dieser Sieg gibt uns auch weiter Selbstvertrauen für die Runde.“ Tatsächlich lieferten sich beide Teams an diesem lauen Sommerabend einen offenen Schlagabtausch, wobei die Frankenthaler schon im ersten Durchgang die besseren Torchancen hatten.
Samuel Walz und VfR-Kapitän Jonas Weissheimer scheiterten nach einer Viertelstunde an Junkert (15.). Der Bobenheimer Max Prehn prüfte mit einem Freistoß den Frankenthaler Schlussmann Marius Mrachacz (19.). Dann gab es Elfmeter für den VfR. Sandro Lopez Maus trat an, doch Junkert roch die Ecke und parierte (34.). Wenig später hatte der Frankenthaler Jonas Weissheimer mit einem Freistoß an die Querlatte des Bobenheimer Gehäuses Pech (44.).
Nach dem Seitenwechsel drängte der VfR mit gutem Tempospiel weiter auf den Führungstreffer. Die Gastgeber lauerten auf Konter. Bernhardt köpfte zunächst über das Frankenthaler Tor (48.). Danach durfte sich der SC bei seinem überragenden Keeper bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Die Frankenthaler erspielten sich nämlich Torchancen im Minutentakt.
Hier nur die besten Möglichkeiten: Oguzhan Lozan scheiterte völlig frei aus zwölf Metern an Junkert, der Nachschuss von Paul Breyer wieder im letzten Moment von einem VfR-Abwehrbein abgeblockt (52.). Christopher Schwalb scheiterte mit seinem Schuss am Bobenheimer Schlussmann (53.). Samuel Walz vergab dann die nächste Großchance des VfR, als er frei vor Junkert vorbei schoss (62.). Und in der vierten Minute der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Baran Koc die Möglichkeit. für den Last-Minute-Knockout des SC zu sorgen. Doch auch er vergab aus kurzer Distanz (90.+4).
In der Verlängerung merkte man dem VfR dann ein bisschen an, dass das hohe Tempo Kraft gekostet hatte. Die Frankenthaler spielten nicht nur mit hohen Bällen, sondern suchten immer wieder mit einem Steilpass den Weg in den gegnerischen Strafraum. In der 106. Minute schlugen die Bobenheimer dann aber eiskalt zu. Moussa Keita dribbelte sich auf der rechten Angriffsseite durch und passte in die Mitte zu Bernhardt, der aus 16 Metern trocken abzog. VfR-Keeper Mrachacz hatte zwar die Hände noch am Ball, doch der Kracher des Bobenheimer „Iceman“ war zu hart. Das Leder zappelte im Netz.
Die Frankenthaler versuchten nach dem 0:1 zu reagieren. Doch SC-Torwart Junkert stand ihnen einfach im Weg. Auf der Gegenseite machte der Bobenheimer Joker Denis Reinwald nach einer Freistoßflanke mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0 (117.) und damit den Sieg der Platzherren perfekt. „Wir hätten noch eine Verlängerung spielen können und wohl keinen Treffer erzielt“, befand VfR-Coach Filippo Graziano, der betonte: „Wir hatten ja am Wochenende ein Punktspiel, die Bobenheimer waren ausgeruht. Ich habe den Kader auf fünf Positionen verändert und habe rotiert. Aber das Schöne ist: Die Mannschaft hat auch so super funktioniert. Leider hat sie sich belohnt, aber im Fußball gibt es solche Spiele. Die Bobenheimer wissen selbst nicht so richtig, wie sie die Partie gewonnen haben. Das Spiel müssen wir jetzt abhaken.“