Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalligist TG Frankenthal beim HC Wacker München und beim TuS Obermenzing

Aktivposten auf der Außenbahn der TG: Noah Frank. Foto: BOLTE
Aktivposten auf der Außenbahn der TG: Noah Frank.

Der Heimauftakt der Restsaison ist Feldhockey-Regionalligist TG Frankenthal mit dem 1:0-Sieg gegen den TEC Darmstadt geglückt. Am bayerischen Wochenende will die Mannschaft nachlegen. Am Samstag (16 Uhr) geht’s bei Wacker München, am Sonntag (12 Uhr) beim TuS Obermenzing um Punkte.

Für die Sehenswürdigkeiten Münchens werden die Spieler der TG Frankenthal am Wochenende wohl eher weniger Sinn haben. Einmal müssen sie im Süden der bayerischen Landeshauptstadt, in Untersendling, beim HC Wacker München ran, am Sonntag schließlich im Münchner Westen beim TuS Obermenzing. Das Ziel ist für TG-Trainer Hans-Christian Damm klar: „Wir wollen sechs Punkte holen. Auch, um die Tabelle wieder geradezurücken.“ Denn im Tableau steht die TG mit 13 Punkten noch auf Rang zwei, einen Zähler hinter Spitzenreiter HTC Würzburg. Allerdings hat Frankenthal auch zwei Spiele weniger bestritten als die Franken, die am Samstag in Wiesbaden ran müssen.

Das Wichtigste am 1:0-Erfolg gegen Darmstadt waren vor einer Woche das Resultat und die drei Punkte. Im Offensivverhalten hat Hans-Christian Damm noch den einen oder anderen Punkt entdeckt, den es zu verbessern galt. Entsprechend hat er die Trainingsschwerpunkte unter der Woche gesetzt.

Ein Thema sei zum Beispiel das Verhalten im gegnerischen Schusskreis gewesen. „Wir sind gut in den Kreis gekommen, haben dann aber nicht genügend Strafecken rausgeholt oder Torchancen erspielt“, analysiert der Coach. Gruppentaktisches Verhalten sei daher auf dem Übungsplan gestanden. „Wer steht wann wo am besten? Was sind die Positionen, die besetzt werden müssen, wenn der Ball nach innen kommt?“

Das soll im Optimalfall schon am Wochenende greifen. Aufsteiger Wacker München sei schwer einzuschätzen. In sechs Spielen hat der HC vier Punkte geholt. Den TuS Obermenzing schätzt der TG-Trainer als die anspruchsvollere Aufgabe am Wochenende ein. Allerdings sei der TuS schlecht aus der Winterpause gekommen. Einem 1:4 in Würzburg folgte eine 3:4-Heimniederlage gegen Wiesbaden.

30 Kreiseintritte habe er bei der TG nach der Videoanalyse des Darmstadt-Spiels gezählt, berichtet Damm. Drei seien es bei den Südhessen gewesen. Die Leistung der Defensive seines Teams sei daher schwer zu beurteilen.

Auch Thimo Bernet hat bei seinem Pflichtspieldebüt im Kasten der TG einen ruhigen aber kalten Nachmittag verlebt. „So ist das Torwartleben“, sagt Damm. Aber der Neuzugang vom Mannheimer HC sei in der entscheidenden Szene zur Stelle gewesen, als Darmstadt seine einzige Ecke hatte. „Da hat er uns die drei Punkte gesichert.“ Bei der Dienstreise nach München wird er sich die Arbeit mit Oliver Scharfenberger teilen, wie Damm berichtet. Scharfenberger soll gegen Wacker München den Kasten sauber halten, Bernet gegen Obermenzing. Der Kader bleibe im Vergleich zum vergangenen Wochenende unverändert, sagt der Trainer.

Eine weitere Lehre, die Damm aus dem Darmstadt-Spiel zieht: „Wir müssen taktisch flexibel bleiben“, fordert er. In der zweiten Halbzeit habe sein Team permanent früh attackiert. Die Folge: Darmstadt befreite sich ständig mit langen Schlenzbällen. Das brachte der TG zwar viel Ballbesitz. Die Stärken der Mannschaft kamen so aber nicht zur Geltung. „Wir müssen uns auch mal zurückfallen lassen, damit wir unser Konterspiel aufziehen können“, betont Damm. Die schnellen Stürmer wie Timo Schmietenknop, Lauritz Fuchs, Johannes Gans oder Alexander Cunningham seien hervorragende Konterspieler. „Da müssen wir uns auch mal zurückziehen und den Gegner auch mal kommen lassen.“ So habe man sich der eigenen Stärke beraubt.

Die Gegner der TG

Wacker München und TuS Obermenzing

„Die Stimmung ist gut – trotz der Tabellensituation“, sagt Stephan Köhler, Sportwart von Wacker München. Der Aufstieg nach der vergangenen Runde sei überraschend gekommen, meint Köhler. Und die Erste Regionalliga sei eigentlich eine Liga zu hoch für die Truppe, die im Moment von seiner Frau Kathrin trainiert wird. „Wir wissen, dass der Weg wahrscheinlich wieder nach unten geht.“ Gegen Wiesbaden am vergangenen Wochenende habe man klar verloren (0:4), ohne auseinanderzubrechen. Das sei auch das Ziel gegen die TG. „Wir wollen die Partie lange offen halten“, sagt Stephan Köhler.

Etwas ambitionierter ist da schon Michael Rößner, Trainer des TuS Obermenzing. „Bei Heimspielen rechne ich mir immer etwas aus“, meint der Coach. Allerdings kassiere sein Team zu viele Gegentore. Zwölf sind es in den bisherigen sechs Spielen. Am vergangenen Wochenende gab’s ein 3:4 auf eigenem Platz gegen Wiesbaden. Der Fokus liege dann auch eher auf dem Spiel gegen Mainz am Samstag, meint Rößner. „Frankenthal ist die Kür.“ Von der Breite her sei seine Mannschaft gut aufgestellt. Und mit Niklas Berendts und Max Neumeier hat der TuS zwei U18-Nationalspieler im Kader.

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