Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalliga: TG-Damen empfangen Schlusslicht ESV München

Hannah Schiller (grünes Trikot) und die TG-Damen wollen den Schwung aus den jüngsten Partien mitnehmen.
Hannah Schiller (grünes Trikot) und die TG-Damen wollen den Schwung aus den jüngsten Partien mitnehmen.

Nach vier intensiven Spielen gegen Konkurrenten im Titelkampf in der Feldhockey-Regionalliga Süd der Damen steht für die TG Frankenthal am Samstag (14 Uhr) ein Kontrastprogramm an. Der Tabellenführer empfängt Schlusslicht ESV München. Nach vier Siegen in Folge müssen die Frankenthalerinnen die Spannung hochhalten.

TG-Trainer Tobias Stumpf hätte in der Strohhutfest-Woche gerne spielfrei gehabt. Sein Wunsch erfüllte sich bei der Terminplanung in der Regionalliga nicht. Insofern ist er zumindest froh, dass für sein Team kein Doppelspieltag ansteht. Schließlich würde er die Erfolgsserie gerne fortsetzen. „Es gibt in dieser Woche in der Stadt viel Ablenkung für meine Spielerinnen, das haben wir angesprochen. Zumindest bis Samstagnachmittag sollte Hockey an erster Stelle stehen“, sagt Stumpf. „Wir dürfen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, nur weil er Tabellenletzter ist.“

Das Hinspiel im Oktober in München gewannen die TG-Damen mühelos 6:1. Stumpf glaubt nicht, dass es am Samstag genauso einfach wird. „Beim ESV sind im Frühjahr viele talentierte junge Spielerinnen ins Damenteam aufgerückt, auch das Trainerteam ist neu.“ Tatsächlich scheint sich die Mannschaft nach den deutlichen Niederlagen im ersten Saisonteil gefangen zu haben. Auf zwei knappe Niederlagen – 0:1 gegen Eintracht Frankfurt und 2:3 gegen den SC SaFo Frankfurt – folgte jüngst ein 1:1 beim SB Rosenheim. Der Klassenverbleib dürfte für die Truppe von Trainer Ruperto Reisenegger aber nur schwer zu schaffen sein. Bislang hat sie gerade mal zwei Punkte auf dem Konto.

Hohe Trainingsintensität in der Strohhutfest-Woche

Für Tobias Stumpf liegt genau darin die Gefahr: „Die Münchnerinnen können befreit aufspielen und auch ein paar Sachen ausprobieren. Sie haben gegen uns nichts zu verlieren.“ Im Gegensatz zu den Gastgeberinnen. Mit 22 Punkten hat sich der Spitzenreiter zwar einen Vorsprung von fünf Zählern auf die beiden Verfolger 1. Hanauer THC und SaFo Frankfurt (beide 17) erarbeitet, wodurch ein Ausrutscher zunächst folgenlos bliebe. Allerdings hat Hanau ein Spiel weniger absolviert als die TG, und mit 16 Punkten mischt auch der Tabellenvierte SC Frankfurt 1880 noch im Kampf um die Meisterschaft mit.

Deshalb hält Stumpf die Trainingsintensität auch in der Strohhutfest-Woche mit drei Einheiten hoch. Insbesondere bei den Kurzen Ecken wünscht er sich von seinem Team mehr Durchschlagskraft als zuletzt. „Nach den Mitfavoriten kommen nun drei Spiele gegen Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen. Das ist für uns eine ganz andere Aufgabe.“ Er erwartet in den nächsten Wochen Gegner, die eher defensiv eingestellt sein werden und ihr Glück über Konter suchen. „Da müssen wir das Spiel machen und dürfen uns nicht aus dem Konzept bringen lassen.“

Bis auf die Langzeitverletzten Julia Fronczek und Yvonne Müller kann Stumpf personell aus dem Vollen schöpfen. Einzig Marie Sattler und Esther Peikert waren zuletzt gesundheitlich angeschlagen. Der Coach geht aber davon aus, dass beide spielen können. Ob Ersatztorhüterin Benita Main, die bislang der erfahrenen und sehr sicheren Celine Hochstetter den Vortritt lassen muss, gegen Schlusslicht München Einsatzzeit bekommen könnte, will Stumpf kurzfristig entscheiden.

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