Kegeln
Regionalliga: Damen des TuS Gerolsheim gewinnen gegen TSV Schott Mainz II
8:0 Mannschaftspunkte, 3308:3075 Holz – die nackten Zahlen stimmen, wenn man sich das Ergebnis des jüngsten Auftritts der Damen des TuS Gerolsheim gegen den TSV Schott Mainz II anschaut. Allerdings profitierten die Gastgeberinnen auch davon, dass die Gäste teilweise überhaupt nicht mit den Bahnen in Gerolsheim zurecht kamen.
Gabriele Moll zum Beispiel spielte im Mittelpaar 502 Holz und verlor das Duell gegen Anita Reichenbach (533). Und Michaela Houben reichten im Schlusspaar gar 505 Holz, um Gunter Loth (502) – die Gäste spielten mit einer gemischten Mannschaft – in Schach zu halten.
Houbens Probleme, Wagners Mitte
Vor allem Michaela Houben, normalerweise ein Muster für konstante Leistungen, sucht derzeit ihre Form. „Zwischendurch sind immer mal wieder Ergebnisse dabei, bei denen man denkt, jetzt geht es wieder aufwärts“, sagt Tina Wagner. Auf der zweiten Bahn spielte Houben gute 142 Holz und holte sich auch entsprechend den Satz. Womöglich sei der Druck weggewesen, mutmaßt Wagner.
Denn als Houben und Sonja Mohr zu den Kugeln griffen, war die Partie im Prinzip schon zugunsten der Gastgeberinnen entschieden. Kerstin Dietz, die mit 583 Kegeln das beste Tagesergebnis bei den Gerolsheimerinnen hatte, und Tina Wagner (566) hatten eine 2:0-Führung herausgespielt. Wagner war mit ihrer eigenen Leistung nicht komplett zufrieden: „Ich habe viel zu oft die Mitte getroffen. Das nervt.“ 566 Holz seien aber in Ordnung.
TuS weiter gut im Rennen
Im Mittelpaar sorgten Anita Reichenbach und Yvonne Schmitt (575) für eine beruhigende 4:0-Führung. Schmitt holte auf Gudrun Drzewinski (473) alleine über 100 Holz Vorsprung heraus, sodass auch die beiden Mannschaftspunkte, die für das bessere Gesamtergebnis vergeben werden, so gut wie sicher beim TuS waren.
Houben und Sonja Mohr (546) sorgten dann für den glatten Sieg, durch den der TuS Gerolsheim weiterhin der beste Verein aus Rheinland-Pfalz ist und somit an den Aufstiegsspielen für die Zweite Bundesliga teilnehmen dürfte. Dank der Liedolsheimer Niederlage in Kaiserslautern sind auch die Chancen auf die Meisterschaft wieder intakt. Hinzukommt, dass der TuS mit Abstand die wenigsten Partien in der Spitzengruppe ausgetragen hat.
Im Bemühen darum, auch weiterhin das beste Team aus Rheinland-Pfalz zu sein, kann der TuS am kommenden Wochenende ein gutes Stück weiterkommen. Bereits am Samstag (16.30 Uhr) geht es zum KV Mutterstadt, der direkt hinter Gerolsheim platziert ist.