Frankenthal
Rückblick 2020: BASF steuert um nach Frankenthal
„Wir können uns eigentlich auf nichts verlassen.“ So fasst Ralf Busche, Leiter des Bereichs Logistik im BASF-Werk Ludwigshafen, die Lage angesichts drohender Verkehrsbehinderungen in Ludwigshafen. Deshalb habe sich das Unternehmen zu durchgreifenden Veränderungen entschlossen. Auf dem Gelände seiner Kläranlage im Norden will der Konzern die Lkw-Abfertigung konzentrieren. Bis 2022 soll alles fertig sein: Standflächen für 220 Lastzüge und ein Gebäude mit Raum für 54 Arbeitsplätze. Die nach Unternehmensangaben bis zu 2500 Laster täglich sollen von hier aus nur noch das nördliche Werkstor 15 ansteuern.
Verbindungsstraße geplant
Das aktuell auch noch für den Verkehr genutzte Tor 11, weiter südlich gelegen, spielt dann bei Transporten keine Rolle mehr; entsprechend deutlich sollen die umliegenden Ludwigshafener Stadtteile entlastet werden. Zweites Vorhaben ist der Bau einer direkten Verbindungsstraße zwischen der neuen Lkw-Abfertigung und Tor 15; frühestens 2024 könne diese fertig sein. Frühestens ab 2028 könnte der Konzern dann nach eigenen Angaben auf seiner gut 100 Hektar großen Fläche nördlich der Kläranlage aktiv werden; im Gespräch ist hier der Bau eines neuen Logistikzentrums.
Nützlicher Nebeneffekt
Nützlicher Nebeneffekt des Ganzen für Frankenthal: Nach Angaben von OB Martin Hebich (CDU) ist der Konzern nun bereit, sich an den Kosten für einen Ausbau der Brücke über die B9 bei Mörsch zu beteiligen.