Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rückblick 2019: Freud und Leid so nah bei Fußballvereinen in und um Frankenthal

Der Frust sitzt tief: die Spieler von Eintracht Lambsheim nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Amed Ludwigshafen.
Der Frust sitzt tief: die Spieler von Eintracht Lambsheim nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Amed Ludwigshafen. Foto: BOLTE

Freud und Leid liegen manchmal eng beisammen – im übertragenden, aber auch im geografischen Sinn. Am Binnendamm sind die Fans im Frühsommer im Dauerfeiermodus. Bei Eintracht Lambsheim herrscht dagegen im Sommer tiefe Tristesse.

Zuerst sichert sich der SC Bobenheim-Roxheim im April den Kreispokal. Im Endspiel bezwingt der SC den damals noch C-Klassisten VfR Frankenthal in Mörsch 2:0. Wenige Tage später knallen beim SC schon wieder die Sektkorken. Der SC steht nach einem 3:1 gegen den TuS Sausenheim als Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Dort läuft es zunächst auch ganz passabel. Doch zum Jahreswechsel findet sich das Team auf einem Abstiegsplatz wieder.

Auf einem solchen überwintert auch das zweite Team aus dem Verbreitungsgebiet in der Bezirksliga, der VfR Frankenthal. Das Ziel oben mitspielen ist relativ schnell ad acta gelegt. Jetzt geht es nur noch darum, in der Liga zu bleiben. Das Spielertrainer-Duo Tim Graf/Uwe Rebholz hat wenig Fortune. Vor allem die Abwehr ist zu löchrig. Martin Wohlschlegel übernimmt nach ein paar Wochen. Doch auch er schafft es (noch) nicht nachhaltig, den VfR auf Kurs zu bringen. Die Vorbereitung auf die letzten Spiele muss sitzen.

Mehr Glück hat Wohlschlegel mit dem VfR Frankenthal II, den er zunächst ins Kreispokal-Endspiel und dann auch zum Aufstieg in die B-Klasse führt. Die Mannschaft beendet die Saison als Zweiter hinter Meister Ebertsheim. Doch auch Platz zwei reicht, um in der Saison darauf eine Klasse höher auflaufen zu dürfen. Prunkstück des VfR Frankenthal II ist die Abwehr. 27 Gegentore – das ist der zweitbeste Wert hinter dem Titelträger. Und auch 141 geschossene Tore können sich sehen lassen, auch wenn hohe Resultate speziell in der C-Klasse mit Vorsicht zu genießen sind.

Ein weiterer Aufsteiger: die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal. Die Mannschaft von Wissam Abdul-Ghani ist für die spektakulären Momente in der A-Klasse Rhein-Pfalz zuständig. Vorne sorgen die Ex-Profis Selim Teber (Eintracht Frankfurt, 1. FC Kaiserslautern, TSG Hoffenheim) und Sejad Salihovic (TSG Hoffenheim, Hamburger SV) für Betrieb. Die Offensive ist auch nicht das Problem. In die Hintermannschaft bekommt der Coach einfach keine Stabilität rein. Weshalb er auch Ende November das Feld räumen muss. Sascha Debus übernimmt. Auch an der Frankenstraße hofft man auf bessere Zeiten 2020.

Zum Jubeln war bei Eintracht Lambsheim dagegen keinem mehr zumute. Am letzten Spieltag kommt die Eintracht beim TSV Eppstein nicht über ein 1:1 hinaus. Nutznießer: die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal, die mit einem 5:0 gegen Studernheim noch am TSV vorbeizieht. Die Eintracht muss in die Aufstiegsrelegation gegen den Zweiten der Süd-Staffel, KSV Amed Ludwigshafen. Und in dieser geht es auch gut los für Lambsheim: Die Eintracht gewinnt das erste Duell 6:2, verliert allerdings das zweite Match zu Hause 0:2. Auch kein Beinbruch. Im Entscheidungsspiel ist noch alles möglich. Doch im Elfmeterschießen im Ostparkstadion hat Amed die besseren Nerven.

20 Punkte, 53:107 Tore – mit dieser Bilanz steigt der TuS Dirmstein aus der A-Klasse in die B-Klasse ab. Es ist ohnehin keine leichte Zeit für den TuS. Trainer Steffen Jaeschke legt nach dem zwölften Spieltag sein Amt nieder. Mit Michael Schulze-Bodes kommt der Nachfolger aus den eigenen Reihen. Doch Spieler, die nicht trainieren, haben am Ende keine Luft in den entscheidenden Minuten. Gescheitert ist der TuS auch mit dem Plan, das Vereinsgelände zu verlegen. Damit verbunden wäre auch der Bau eines Kunstrasenplatzes sowie eines neuen Vereinsheims gewesen.

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