Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Kiffen verboten: Schild im Ostparkbad.
Kiffen verboten: Schild im Ostparkbad.

Hallenbad: Rauchzeichen

Badegäste haben’s nicht leicht im Dschungel der Regularien. Da sind die Vorschriften wie „Nicht schubsen“, „Nicht rennen“ und „Nicht vom Beckenrand springen“. Da ist das Verbot, zu filmen und zu fotografieren – hochaktuell, seit das Handy liebstes Spielzeug aller Generationen ist. Und jetzt darf man nicht mal im Schwimmbad kiffen, obwohl Erwachsene seit Montag Cannabis konsumieren dürfen. Seit Dienstag sind Schilder mit dem durchgestrichenen charakteristisch gefiederten Blatt der Hanfpflanze im Ostparkbad unübersehbar verteilt. Im Kleingedruckten steht die Begründung: § 5 Konsumverbot KcanG. Wer sich den Paragrafen zu Gemüte führt, liest in Punkt vier, dass in Sportstätten Cannabis tabu ist. Im Raucherbereich des Ostparkbads waren pünktlich zum 1. April die ersten Joints aufgetaucht, weshalb das Personal den Schilderwald zügig aktualisiert hat. Auch am Strandbad stehen bereits die neuen Verbotsschilder, um vor der anstehenden Freibadsaison das Kiffen zu unterbinden. Das durchzusetzen, könnte schwierig werden. Im Ostparkbad dürfen seit Jahresbeginn keine alkoholischen Getränke mitgebracht werden. Trotzdem schlürft in der Sauna der eine oder andere Gast heimlich das Piccolöchen aus der eigenen Tasche. Und wie entdeckt man im Strandbad auf 170.000 Quadratmetern an heißen Tagen unter Tausenden Besuchern die Kiffer? Immer der Nase nach ... Klaudia Toussaint

Röntgenplatz: Vorzeichen

Es entbehrt nicht einer gewissen Logik, dass eine Fläche kaum sauberzuhalten ist, auf der ununterbrochen Autos stehen. Beim Röntgen- und dem Parsevalplatz ist genau das der Fall. Der Parkraum vor den beiden Gymnasien ist meistens zugestellt – Anwohner, Lehrer, Schüler, Besucher der Innenstadt. Zwischen den Wagen mühselig das Herbstlaub herauszukratzen, das sich zu nassen Haufen verklumpt hat, ist nicht sehr sinnvoll. Insofern wollte die Stadt die Gunst der Stunde nutzen und vor sowie nach dem Frühjahrsmarkt, wenn alle Pkw – freiwillig oder am Abschlepphaken – vom Platz geräumt wurden, gescheit durchfeudeln. Mit ihrem Bemühen, mal in den Ecken zu putzen, haben Verwaltung und EWF diese Woche offenbar einige kalt erwischt, die am Freitag vor den Osterferien die entsprechenden Hinweisschilder nicht ge- oder schlicht übersehen haben. Oder die nicht dem allgegenwärtigen Herrn Oberbürgermeister auf Instagram folgen. Nicolas Meyer (FWG) war nämlich in der Karwoche mit dem Selfiestick auf dem Röntgenplatz und hat das Großreinemachen angekündigt. Man möchte fast von einem Putzfimmel sprechen. Denn noch am Ostermontag folgte der Offensive in den sozialen Netzwerken eine mehr oder minder gleichlautende Pressemitteilung aus der Feder von Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU). Am Freitag nun das letzte Kapitel – dieses Mal von der Pressestelle: Bis zum 17. April bleiben der Röntgenplatz und die erste Parktasche (hübsches Wort übrigens) gesperrt. Und dann sieht’s da aber wieder aus wie geleckt ... Jörg Schmihing

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