Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochenkolumne
Kita-Ausbau: Spannend
Völlig klar, wenn die Stadt baut, muss alles mit rechten Dingen zugehen. Insofern müssen Formalien wie die Aufteilung der Flurstücke inklusive Zuweisung der dazugehörigen Nummer erledigt sein, bevor die Bagger rollen können. So ist das auch im Fall der beiden am Ostparkstadion geplanten Kindertagesstätten. Dass es nach dem Baubeschluss des Stadtrats noch einmal um die zwei Jahre dauert, bis für das 13-Millionen-Projekt eine Baugenehmigung vorliegt, das sorgte bei den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses aber dann doch für Stirnrunzeln. 2024 soll es nun losgehen, 2026 könnten die ersten Kinder auf dem Gelände toben. Bis zu 250 (dringend) benötigte Betreuungsplätze sollen entstehen. Mindestens so spannend wie die Frage, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist die nach der Verfügbarkeit des Personals. Vielleicht hat es die Verwaltung auch deshalb nicht ganz so eilig mit den beiden Kitas – Stichwort: Fachkräftemangel.
Schulhof: Spontan
An besagtem Mangel an Fachkräften hat es jedenfalls nicht gelegen, dass der Schulhof der Carl-Bosch-Schule am Ende der Sanierung anders aussehen wird als geplant. Denn wenn Projekte länger dauern, dann hat das auch zuweilen mit Überraschungen zu tun. Und die gab es auf dem Gelände der Schule gleich mehrfach: verrostete Dachstützen, Schadstoffe im Untergrund und widerspenstiges Wurzelwerk. Dass in solchen Situationen zwar alles mit rechten Dingen zugehen muss, aber doch ein bisschen Pragmatismus nötig ist: keine Frage. Vielleicht gibt es aber trotz des pragmatischen Rasens, der nun anstelle von Asphalt wachsen soll, eine winzige Chance für den Vorschlag von FWG-Frau Tanja Mester: einen kleinen Schulgarten. Hoffentlich sprießt da doch noch was.