Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Auch den Automaten hat’s erwischt.
Auch den Automaten hat’s erwischt.

Corona I: Erstaunlich

Die Corona-Pandemie hat bei ganz vielen Menschen zu ziemlich erstaunlichen Erkenntnissen geführt, die mache von ihnen wiederum mit einem gewissen missionarischen Eifer auf die Straßen der Republik getragen haben. Aber für alle, die auch jetzt noch einen gewissen Hang zu Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Virus sind: Wir sind da einem ganz großen Ding auf der Spur! Dass der Erreger sich seinen Weg von Mensch zu Mensch über Aerosole sucht, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Es gibt allerdings mitten in der Frankenthaler Fußgängerzone zwischen Friseur und Handyladen ernstzunehmende Hinweise darauf, dass Sars-CoV-2 auch Maschinen infiziert. Aber von Anfang an: Die aktuelle Corona-Welle hat diese Woche unter den Mitarbeitern der Postbank-Filiale in der Bahnhofstraße derart gewütet, dass der Betrieb bis einschließlich Samstag eingestellt worden ist. Zum Glück: Wenigstens die SB-Geräte funktionieren noch. Genauer gesagt: die meisten. Denn den Briefmarkenautomaten hat es offenbar auch erwischt. Mehr oder weniger zeitgleich mit dem krankheitsbedingten Ausfall der menschlichen Kollegen hat die Maschine offenbar dasselbe Schicksal ereilt. „Dieser Automat steht zur Zeit leider nicht zur Verfügung.“ Vor weiteren Recherchen zum Infektionsweg, erst einmal allen Betroffenen: gute Besserung! Jörg Schmihing

Corona II: Verwerflich

Als wäre das Virus an sich nicht schlimm genug, inspiriert es jetzt auch noch Bösewichte, die mit dem Enkeltrick ans Geld alter Menschen kommen wollen. Ein Mann aus der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim hat der Redaktion berichtet, wie er diese Woche beinahe hereingefallen wäre. Eine angebliche Mitarbeiterin der Uniklinik Mannheim und ein gewisser Herr Professor behaupteten am Telefon, der Sohn des Seniors liege mit schwerstem Covid-19-Verlauf im Sterben und könne nur durch ein sehr teures Medikament gerettet werden. Der Vater möge doch umgehend 22.000 Euro (Bargeld oder Wertgegenstände) vorbeibringen. Stutzig wurde der Mann, als die Betrüger merkwürdig auf die Frage nach dem Vornamen des Patienten reagierten. Deshalb die dringende Bitte an alle Leserinnen und Leser, die beim Thema Corona alles für möglich halten: Uffbasse! Waltraud Werdelis

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