Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochenkolumne
Schwarzbauten: Überraschende Einblicke
Ganz neue Perspektiven eröffnen sich seit Kurzem Mitarbeitern des Bauamts. Gemeinsam mit anderen Bereichen der Verwaltung nutzen sie Räume im sogenannten Jakob-Müller-Center, wo bis zu ihrem Umzug nach Mannheim die RKW Group ihren Verwaltungssitz hatte. Vom siebten Stock aus hat man einen wunderbaren Blick über die Dächer der Stadt. Und dabei habe die Bauaufsicht schon den ein oder anderen Anbau entdeckt, der nicht so ganz mit den geltenden Bestimmungen vereinbar scheine, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) am Donnerstag am Rande eines Pressetermins. Könnte also gut sein, dass einige Immobilienbesitzer bald Post aus der oberen Etage im Nachtweideweg bekommen.
Städtebauförderung: Überraschende Ausblicke
Elektronische Post aus Mainz bekam Oberbürgermeister Hebich dieser Tage. Im Anhang: Der ersehnte Bescheid darüber, dass die Landesregierung sich an den Kosten für den Umbau des Bahnhofsumfelds beteiligt. Offen war noch, wie hoch der Zuschuss ausfallen sollte. Und da traute Hebich beim Blick auf den Anhang kaum seinen Augen. 305 Millionen Euro standen im Titel des beigefügten Dokuments. Nach dem Öffnen war allerdings schnell klar, dass da ein Komma nach der ersten Stelle fehlte. Der Millionensegen hätte vermutlich nicht nur das Ministerium von Roger Lewentz (SPD), der zur offiziellen Übergabe des Förderbescheids am Donnerstag nach Frankenthal kam, vor Probleme gestellt. „Wir hätten gar nicht gewusst, wie wir das viele Geld ausgeben sollen“, bekannte der Frankenthaler OB gegenüber dem Gast aus Mainz. Sonja Weiher