Frankenthal
Rück-Spiegel – die Wochenkolumne
2022: Wünschen
Und: Wie fanden Sie so die erste Woche des neuen Jahres? Ging so, kann man sagen. Tatsächlich gab es zwischendurch mal ein paar Strahlen Sonne – sehr angenehm nach dem suddeligen Dezember. Aber wie hält man es jetzt, wo diese erste Woche geschafft ist, bei Begegnungen mit Leuten, die man seit Neujahr noch nicht gesehen hat? Mit anderen Worten: Wie lange darf man sich ein gutes, neues Jahr wünschen, ohne dass es blöd wirkt? Ehrlich gesagt (und geschrieben): In diesen etwas schrägen Zeiten kann es nicht genug gute Wünsche geben. Den nach einem baldigen Ende der Corona-Pandemie beispielsweise – eine Hoffnung, die sich leider schon 2021 als trügerisch erwiesen hat. Abwarten also. Einstweilen könnte man auch den sogenannten Spaziergängern, die allmontäglich durch Frankenthals Fußgängerzone schleichen, wünschen, dass sie das in Kürze nicht mehr machen müssen. Und dass sich deswegen keine Polizeibeamten scharenweise abends am Speyerer Tor die Beine in den Bauch stehen müssen. Und unabhängig davon, ob ich damit jetzt ein paar Tage zu spät dran bin: Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eingesundes und glückliches 2022.
2022 (2): Feiern
Für Frankenthal jedenfalls ist das neue auch ein besonderes Jahr: Nach den Jubiläen „900 Jahre Augustiner Chorherrenstift“ 2019 und „450 Jahre Frankenthaler Religionsgespräch“ 2021 steht nun das nächste große Datum an: Am 20. September jährt sich zum 1250. Mal die erste urkundliche Erwähnung Frankenthals. Tatsächlich wird es einigermaßen spannend sein, ob und in welchem Umfang und wie dieses Ereignis aus dem Frühmittelalter gefeiert werden kann. Angekündigt war einmal ein modernes Leitsystem zu bedeutsamen historischen Orten in der Stadt, für das ein Großteil des Festbudgets ausgegeben werden soll. Politisch zumindest könnte das neue ein vielleicht eher ruhiges Jahr werden. Obwohl: Irgendwann müssen sich die Parteien ja entscheiden, wen sie für die 2023 anstehende Oberbürgermeisterwahl ins Rennen schicken möchte. Und über allem schwebt die Frage aller Fragen: Gibt es ein Strohhutfest oder gibt es wieder keins? Es bleibt also spannend.
2022 (3): Impfen
An diesem Samstag startet die von Stadt und Maltesern gemeinsam betriebene Impfstelle in der Mörscher Straße. Endlich, muss man sagen. Seit dem Ende des Landesimpfzentrums im vergangenen Herbst holperte die Immunisierung in Frankenthal manchmal ein bisschen vor sich her. Jetzt, wo wieder in Eigenregie geimpft wird, kann man es nur betonen: Einfacher als dort kommt wirklich niemand an die schützende Spritze. Jörg Schmihing