Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Ordentlich gerahmt: der Schaltplan der Heizzentrale.
Ordentlich gerahmt: der Schaltplan der Heizzentrale.

Antiquitäten: Heiß

In den 1960 er-Jahren müssen die damaligen Kommunalpolitiker unter dem sogenannten Scherenarm gelitten haben – weil sie damals ein neues Schulgebäude nach dem anderen eingeweiht und dafür wahrscheinlich sehr, sehr oft eins der obligatorischen rot-weißen Bänder durchtrennt haben. Aus dieser Zeit stammt auch die Carl-Bosch-Schule. Das Hauptgebäude ist im vergangenen Jahr grundsaniert worden; 2021 ist die Schulturnhalle dran. Und die beherbergt im Untergeschoss nicht nur die Lehrküche, sondern auch die zentrale Heizungsanlage. Auch dieses Monster aus Metall mit zwei Brennwertkesseln wird derzeit demontiert und durch ein modernes Modell ersetzt. Ein Relikt aus den guten, alten Zeiten hängt aber nach wie vor im Keller: das Schaltschema der früheren Heizzentrale. Und wenn man nicht schon sehen würde, dass dies Plänchen ein bisschen in die Jahre gekommen ist, spätestens beim genaueren Lesen wird es klar. Da ist noch von der „Volksschule Frankenthal Carl-Bosch-Siedlung“ die Rede. Jörg Schmihing

Ortsvorsteher: Kalt

Zumindest bei drei von vier Ortsvorstehern ist aktuell ein Muster in den Aussagen zu erkennen: Sie fühlen sich von der Verwaltung zu wenig in die Abläufe eingebunden, der Informationsfluss in die Vororte wird oft als zu gering empfunden. Ortsvorsteher sind aber Teil der Verwaltung. Sie sind die ersten Ansprechpartner vor Ort. Sie können Anfragen bündeln, der Verwaltung im Rathaus die Arbeit erleichtern. Es sorgt für Verdruss bei den Bürgern, wenn sie von ihren gewählten Vertretern keine vernünftige Auskunft erhalten, weil diese selbst nicht informiert sind. Doch die Ortschefs über den Stand durchaus wichtiger Projekte, die ihre Vororte betreffen, auf dem Laufenden zu halten, ist – legt man die Aussagen zugrunde - wohl derzeit kein Automatismus im Rathaus. Warum? Stefan Tresch

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